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Oktober 2011
Deutschlandfest - 1. bis 3.
Oktober 2011
Kirchen bieten geistliche Oasen im
Festtrubel
EIne ökumenische Andacht im
Münster eröffnet
am 1. Oktober den
kirchlichen Festreigen.
Die katholische und
evangelische Kirche in Bonn und ihre Wohlfahrtsverbände
erwarten die Besucher des Deutschlandfestes vom 1. bis 3.
Oktober 2011 mit einem umfangreichen Programmangebot. Den
Auftakt macht am Samstag, 1. Oktober, um 15.15 Uhr eine
ökumenische Andacht in der Münsterbasilika mit Stadtdechant
Wilfried Schumacher und Superintendent Eckart Wüster, die
offen für alle Bürgerinnen und Bürger ist. Daran nehmen
Mitglieder des Landeskabinetts um Ministerpräsidentin
Hannelore Kraft und Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch teil.
Ökumenischer
Festgottesdienst für 1000 geladene Gäste
Die Kreuzkirche am Bonner
Hofgarten ist Ort des ökumenischen Festgottesdienstes am Tag
der deutschen Einheit, 3. Oktober, der um 10 Uhr live in der
ARD übertragen wird. Dazu werden etwa 1000 geladene Gäste
erwartet, darunter Bundespräsident Christian Wulff, der
Präsident des Bundestages, Norbert Lammert, Bundeskanzlerin
Angela Merkel, die Präsidentin des Bundesrates und
nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin, Hannelore Kraft,
sowie der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Andreas
Voßkuhle.
"Geistliche Oasen" mitten im
Festtrubel
An allen drei Festtagen steht
das Bonner Münster zur Besichtigung offen und lädt wie alle
christlichen Kirchen in der Innenstadt als "geistliche Oase"
zu Andacht und innerer Ruhe. In Sankt Remigius in der
Brüdergasse bitten alle christlichen Kirchen der Stadt zu
jeder vollen Stunde zur "Tagzeitliturgie" mit Musik und
Gebet, gerahmt von Ausstellungen und Aktionen rund um die
Kirche unter dem Motto "Das Engagement der Kirchen für die
eine Welt". Angebote in der evangelischen Schlosskirche im
Hauptgebäude der Universität fragen nach "Christlichem Geist
und sozialer Verantwortung". Auf dem Vorplatz der
informieren Caritas und Diakonie über gemeinsame soziale
Angebote. Als "Ort der Stille" lädt unter der Federführung
der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Bonn die
alt-katholische Kirche St. Cyprian in der Adenauerallee zu
Ruhe und Besinnung.
Quelle: Stadt Bonn
* * *
16.1.2011
Predigt von Prof. Dr. Konrad Raiser
bei der Ökumenischen Vesper der ACK Bonn
Thema: „Ehre sei Gott und Friede auf
Erden“
Liebe Gemeinde,
wie auch in früheren Jahren
findet dieser Vespergottesdienst zum Beginn der ökumenischen
Gebetswoche für die Einheit der Christen an einem
ungewöhnlichen Ort statt, dessen Wahl durch das Thema des
Gottesdienstes motiviert ist. Dieser Keller, der während des
letzten Krieges als Luftschutzbunker diente, symbolisiert
zugleich die dankbare Erinnerung daran, dass wir in diesem
Teil der Welt schon seit mehr als sechzig Jahren in Frieden
leben können, aber auch die Mahnung, der Millionen von
Menschen zu gedenken, die heute unter Gewalt, Krieg und der
Vernichtung ihrer Lebensgrundlagen zu leiden haben und sich
nicht dagegen schützen können.
Als Thema für diesen
Vespergottesdienst ist das Motto gewählt worden, das über
der für Mai dieses Jahres geplanten Internationalen
Ökumenischen Friedenskonvokation in Kingston/Jamaika steht:
„Ehre sei Gott und Friede auf Erden“. Mit der Konvokation
kommt die ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt zum
Abschluss, die im Jahr 2001 vom ÖRK ausgerufenen wurde. Das
Thema enthält die Friedensbotschaft der Engel an die Hirten
auf dem Feld bei Bethlehem, die die Geburt des Kindes in der
Krippe als Beginn der göttlichen Herrschaft des Friedens
ankündigen. Sie klingt auch in den anderen Texten nach, die
wir als Teil der Liturgie gesprochen oder gehört haben: dem
85. Psalm, über dessen Verheißung von Frieden und
Gerechtigkeit Dietrich Bonhoeffer im Jahr 1934 seine
berühmte Andacht bei der ökumenischen Konferenz in Fanø/Dänemark
mit dem Aufruf zu einem großen Friedenskonzil hielt, ebenso
wie die zentralen Sätze in der Bergpredigt Jesu, die die
Gewaltlosen und die Friedensstifter selig preisen, und
natürlich auch das bekannte Friedensgebet aus der im Krieg
von deutschen Bomben zerstörten Kathedrale in
Coventry/England, das zum geistlichen Band der
Nagelkreuzgemeinschaft als einer ökumenischen
Friedensbewegung geworden ist.
Als der ÖRK vor 10 Jahren die
Kirchen in der ökumenischen Gemeinschaft dazu aufrief, sich
aktiv für die Überwindung von Gewalt einzusetzen, geschah
dies mit dem Ziel, den biblischen Friedensauftrag vom Rand
in Zentrum des Lebens und Zeugnisses der Kirche zu rücken.
Dem sollte auch das Unterthema der Dekade dienen: ‚Kirchen
auf der Suche nach Versöhnung und Frieden’. Ich erinnere
mich noch gut an den Impuls, der bei der Sitzung des
Zentralausschusses des ÖRK in Johannesburg 1994 zur
Formulierung eines Programms zur Überwindung von Gewalt
führte, das dann vier Jahre später ausgeweitet wurde zur
Dekade. Wir tagten zum ersten Mal in Südafrika und zwar
wenige Monate vor den ersten wirklich demokratischen Wahlen,
mit denen das System der Apartheid beendet werden konnte.
Der methodistische Bischof Stanley Mogoba rief damals in
seiner Predigt zur Eröffnung der Tagung dazu auf, nach dem
erfolgreichen Abschluss des Kampfes gegen Rassismus und
Apartheid alle Kräfte für die Bekämpfung der Gewalt zu
mobilisieren. Er sah deutlich voraus, dass Südafrika noch
lange mit dem Erbe der tief eingewurzelten Kultur der Gewalt
zu kämpfen haben würde. Der Vers aus dem Römerbrief, der für
die evangelischen Kirchen als Jahreslosung für dieses Jahr
ausgewählt wurde: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden,
sondern überwinde das Böse mit Gutem“ (Röm. 12, 21), diente
dann als Anstoß für die Formulierung des Ziels der Dekade,
d.h. nicht „Bekämpfung“ sondern „Überwindung von Gewalt“.
Auch der Kampf gegen die Gewalt bleibt gefangen in der Logik
von Gewalt und Gegengewalt; das Ziel muss vielmehr sein, dem
Geist und der Kultur der Gewalt eine Alternative, eine
Kultur des Friedens, der Gewaltlosigkeit und der Versöhnung
entgegen zu stellen.
Im Verlauf der 10 Jahre der
Dekade sind viele eindrucksvolle Praxisbeispiele aus Kirchen
in allen Teilen der Welt bekannt gemacht worden, die mit
gewaltfreien, zivilen Mitteln daran arbeiten, Situationen
der Gewalt zu transformieren. Dazu gehören z.B. die von
Braunschweig ausgehende Aktion „Schritte gegen Tritte“, die
internationale Kampagne der Quäker für „Alternativen zur
Gewalt“, aber auch die verschiedenen christlichen
Friedensdienste von „Pax Christi“, dem „Schalom-Diakonat“
bis hin zum ökumenischen Begleitprogramm für Palästina und
Israel. Bei der Friedenskonvokation in Kingston werden
sicherlich noch viele weitere ermutigende Beispiele und
Erfahrungen zusammengetragen werden.
Auch wenn der Schwerpunkt der
Dekade auf der „Überwindung“ und nicht so sehr auf der
Analyse der Erscheinungsformen und Ursachen von Gewalt
liegen sollte, so hat doch das Stichwort der„Gewalt“ seine
eigene, kritische Anziehungskraft bekommen. Die Dekade wurde
an vielen Orten zum Anstoß, sich mit den gewaltförmigen und
gewaltträchtigen Beziehungen und Strukturen im
zwischenmenschlichen und im gesellschaftlichen Leben
auseinander zu setzen. Die zahlreichen Fälle von Missbrauch
und sexualisierter Gewalt, vor allem gegen Kinder und
Jugendliche, auch und gerade in kirchlichen Einrichtungen,
haben aufgedeckt, wie tief die Wirklichkeit von Gewalt bis
in das Leben der Kirchen hineinreicht. In den Berichten aus
vielen Kirchen steht die Auseinandersetzung mit häuslicher
Gewalt, vor allem gegen Frauen und Kinder, im Vordergrund
der Bemühungen. Andere legten den Schwerpunkt auf die
Auseinandersetzung mit Formen struktureller Gewalt in
Gestalt von sozialer und wirtschaftlicher Ausgrenzung und
der Verletzung elementarer Menschrechte. Die Dekade hat
darüber hinaus zum Bewusstsein gebracht, in welchem Maß
unser Umgang mit der natürlichen Mitwelt die Züge von Gewalt
trägt, durch welche das empfindliche Gleichgewicht im
Haushalt des Lebens, z.B. durch den Klimawandel, in kaum
mehr aufhaltbarer Weise gefährdet wird. Und schließlich
erleben wir, dass auch nach dem Ende der Periode des Kalten
Krieges und der kurzeitigen Hoffnung auf eine neue
Friedensordnung Sicherheit wieder in erster Linie als eine
Frage der Bereithaltung militärischer Mittel zur Antwort auf
internationale Krisen und Konflikte buchstabiert wird,
während für zivile Friedensdienste die Mittel und die
öffentliche Aufmerksamkeit fehlen.
Die Konvokation in Kingston
wird diese kritischen Einsichten und Erfahrungen aufnehmen
und in vier thematischen Blöcken der Frage nachgehen, wie
Christen und Kirchen angesichts dieser unterschiedlichen
Erscheinungsformen von Gewalt zu Trägern einer Kultur des
Friedens und der Versöhnung werden können. In
Plenarvorträgen, Seminaren und einer Vielzahl von so
genannten „workshops“ werden sich die Delegierten mit den
Themen: Frieden in der Gemeinschaft, Frieden mit der Erde,
Frieden in der Wirtschaft und Frieden zwischen den Völkern
auseinandersetzen. Dabei wird es nicht nur um den
Erfahrungsaustausch und die wechselseitige Ermutigung im
Eintreten für eine Kultur des Friedens gehen. Die
Konvokation wird darüber hinaus zu einem Prüfstein für das
christliche, ökumenische Friedenszeugnis werden. Was haben
die Kirchen im Verlauf der Dekade gelernt im Verständnis des
christlichen Friedensauftrages? Ist es gelungen, das
Friedenszeugnis nicht nur als eine praktische sondern auch
als eine geistliche Herausforderung im Zentrum des Lebens
und der Verkündigung der Kirchen zu verankern? Sind die
Kirchen heute bereit, sich in der Nachfolge Jesu auf den Weg
der Gewaltfreiheit einzulassen und nicht nur der
Bereithaltung, Weiterverbreitung und dem Einsatz von
Massenvernichtungswaffen eine Absage zu erteilen, sondern
alle Versuche einer theologischen oder moralischen
Rechtfertigung des Einsatzes von militärischer Gewalt in
Frage zu stellen und auf das Konzept des „gerechten Krieges“
in seiner üblichen Verwendung zu verzichten?
Als die Vollversammlung des
Ökumenischen Rates im Jahr 2006, und d.h. zur Halbzeit der
Dekade, in Porto Alegre zusammenkam, beschloss sie nicht
nur, die Dekade mit einer Friedenskonvokation abzuschließen,
sondern auch einen Beratungsprozess zur Ausarbeitung einer
„Ökumenischen Erklärung zum Gerechten Frieden“ in die Weg zu
leiten. Damit verband sich die Hoffnung, dass es gelingen
könnte, die entscheidenden theologischen und geistlichen
Einsichten der Dekade in der Vision eines „gerechten
Friedens“ zusammen zu fassen und verbindlich zum Ausdruck zu
bringen. Dieser Beratungsprozess hat in den Jahren von
2008-2010 stattgefunden und viele Kirchen und ökumenischen
Gruppen, gerade in Deutschland, haben sich intensiv daran
beteiligt. Als Ergebnis wird dem Zentralausschuss des ÖRK
bei seiner nächsten Sitzung in fünf Wochen ein „Ökumenischer
Aufruf zu einem gerechten Frieden“ unter dem biblischen
Motto „Lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens“(Lukas
1,79) zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.
Nach der Verabschiedung durch den Zentralausschuss wird
dieser Text als grundlegendes Arbeitsdokument an die
Konvokation weitergeleitet werden.
Der Aufruf ist zwar noch nicht
die erhoffte verbindliche ökumenische Friedenserklärung,
denn es hatte sich gezeigt, dass der Beratungsprozess zwar
die Kirchen in Europa und Nordamerika erreicht hatte, aber
dass die Stimmen der Kirchen im globalen Süden, die am
stärksten von den Auswirkungen der Kultur der Gewalt
betroffen sind, bislang noch nicht wirklich zu Gehör
gekommen sind. Der Aufruf versteht sich daher als eine
eindringliche Einladung an die Kirchen in der ökumenischen
Gemeinschaft, sich auf den Weg des gerechten Friedens
einzulassen in der Hoffnung, dass auf diese Weise, zusammen
mit den Verpflichtungen, die sich aus der
Friedenskonvokation in Kingston ergeben, die nächste
Vollversammlung des ÖRK im Jahr 2013 in die Lage versetzt
werden könnte, einen „neuen ökumenischen Konsens im Blick
auf Gerechtigkeit und Frieden zu erreichen“.
Der Aufruf, der nach der
Beratung im Zentralausschuss veröffentlicht wird, ist
formuliert in der Überzeugung, dass wichtige Grundelemente
eines solchen neuen ökumenischen Konsenses bereits vorhanden
sind. Ich nenne als erstes die Einsicht, dass der
Aufbau einer Kultur des Friedens nicht nur eine ethische und
praktische Aufgabe, sondern eine zentrale theologische und
geistliche Herausforderung darstellt. Der Friede, den die
Engel in ihrer Botschaft an die Hirten in Bethlehem
ankündigen, ist letztlich eine Gabe Gottes; er übersteigt,
wie der Apostel Paulus sagt, alle menschliche Vernunft und
ist daher auch nicht das Ergebnis menschlicher Bemühungen.
In Anlehnung an den bekannten Satz Gandhis: Es gibt keinen
Weg zum Frieden, Friede ist der Weg, beschreibt der Aufruf
den gerechten Frieden als einen Weg in der Nachfolge Jesu,
der durch sein Leben und seine Verkündigung, seinen Tod am
Kreuz und seine Auferstehung selbst zur Verkörperung der
Gabe des Friedens geworden ist. Daher ist der Aufbau einer
Friedenskultur eine geistliche und theologische
Herausforderung, die uns im Wesenskern unseres Kircheseins
betrifft.
Der zweite
Kristallisationspunkt für einen ökumenischen Konsens ist die
Einsicht, dass Frieden und Gerechtigkeit unlösbar
miteinander verbunden sind. Allzu oft, so heißt es in den
Aufruf, verfolgen wir Gerechtigkeit auf Kosten des Friedens
und Frieden auf Kosten der Gerechtigkeit. Frieden getrennt
von Gerechtigkeit anzustreben, heißt, die Hoffnung zu
kompromittieren, dass nach der Verheißung des 85. Psalms
„Gerechtigkeit und Frieden sich küssen werden“. Die
biblische Tradition macht, wenn sie von Schalom spricht, die
Gerechtigkeit zur untrennbaren Gefährtin des Friedens; beide
weisen auf gerechte und nachhaltige Beziehungen in der
menschlichen Gemeinschaft, auf die Lebendigkeit unserer
Beziehung zur Erde und die Bewahrung der Schöpfung hin.
Friede geht verloren, wenn Ungerechtigkeit, Armut und
Krankheit – ebenso wie bewaffnete Konflikte, Gewalt und
Krieg – den einzelnen Menschen, der menschlichen
Gemeinschaft und der Erde Wunden zufügen.
Damit ist auch die dritte
wichtige Einsicht schon genannt, die sich im Verlauf der
Dekade herausgeschält hat: der rücksichtslose Umgang mit den
natürlichen Ressourcen, der Klimawandel und der Kampf um den
Zugang zu sauberem Wasser, sind zu akuten Bedrohungen des
Friedens geworden. Die Vision eines gerechten Friedens muss
daher über die Wiederherstellung von gerechten Beziehungen
in und zwischen den menschlichen Gemeinschaften hinausgehen;
sie verpflichtet uns ebenso dazu, uns um die Erde als unser
Zuhause zu kümmern. Im Vertrauen auf Gottes Verheißung
müssen wir danach streben, dass alle Menschen
gleichberechtigt und gerecht an den Ressourcen der Erde
teilhaben können.
Für Gottes kostbares Geschenk
der Schöpfung Sorge zu tragen und nach ökologischer
Gerechtigkeit zu streben, sind zentrale Grundsätze des
gerechten Friedens.
Auch wenn wir den wahren
Frieden von Gott erwarten und Gott dafür die Ehre geben, so
kündigen die Engel doch mit dem Kommen Jesu den Frieden
auf Erden an. Als Christinnen und Christen sind wir in
der Nachfolge Jesu einbezogen in die Verwirklichung dieses
Friedens. Der griechische Kirchenvater Basilius hat diese
Überzeugung in den Satz gefasst: „Nichts zeichnet einen
Christen so sehr aus als dies: Friedensstifter zu sein“. Und
so schließe ich mit Gebetsruf aus dem Lobgesang des
Zacharias, der zum biblischen Motto für den Aufruf zum
gerechten Frieden geworden ist: „Richte unsere Füße auf den
Weg des Friedens“. Amen
* * *
Dezember 2010
Schlange stehen zum Segen
4.
Bonner Kirchennacht-Bilanz: „Sehr zufrieden mit großem
Zuspruch“ – OB dankt allen Gastgebern – Fortsetzung 2012
Die 4.
Bonner Kirchennacht hat die Erwartungen der Veranstalter
übertroffen. Trotz eisigen Temperaturen haben am
Freitagabend weit über 10.000 Menschen stadtweit die
Veranstaltungen in 49 Kirchen besucht. Nicht nur die
Innenstadtkirchen meldeten zum Teil guten bis sehr guten
Besuch.
„Die
Kirchennacht trifft das Interesse und die Sehnsucht vieler
Menschen nach religiösen Erfahrungen und Inhalten“,
bilanzierte Ursula Lantzerath, Vorsitzende der
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bonn.
„Wir sind sehr zufrieden und glücklich.“ Oberbürgermeister
Jürgen Nimptsch besuchte kurz vor Mitternacht mit seiner
Frau noch die „Komplet“, das Nachtgebet im Bonner Münster
und dankte den mehr als 400 Helfern, viele von ihnen
ehrenamtlich, die „dieses geistliche Großereignis für Bonn“
möglich gemacht haben. Nach Plänen der ACK Bonn wird es die
nächste Kirchennacht in zwei Jahren geben. Dabei sei es
„durchaus vorstellbar, dass wir dieses Fest auch einmal im
Sommer feiern“, so Pressepfarrer Joachim Gerhardt.
Temperatur-Opfer: Oboe in der Notkirche im „Klanggrund“
geplatzt
Ein
Höhepunkt der 4. BonnerKirchenNacht war die eigens vom
Malteser Hilfsdienst im „Klanggrund“ im Bonner Loch
aufgebaute „Notkirche“. Ein sechs Meter hohes Zelt in
Kirchenform. Die ökumenische Kooperation von Polizei Bonn,
Notfall- und Polizeiseelsorgern sowie den Maltesern lud zum
Nachdenken über Menschen in verzweifelten Lebenslagen. Die
berührenden Gespräche mit Betroffenen wechselten mit
Opernarien gesungen von der bekannten Sopranistin Ariane von
Heyden-Karras. „Notkirchen“-Koordinator,
Kriminalhauptkommissar Hermann-Josef Borjans, und mit ihm
viele hunderte Besucher erlebten „höchst eindrucksvolle
Begegnungen“.
Der Bonner
Polizeipräsident Wolfgang Albers hatte zum
Auftaktgottesdienst in der Zeltkirche Psalm 23 („Der Herr
ist mein Hirte“) ausgelegt und deutlich gemacht: „Menschen
müssen sich alles von der Seele reden können. Das ist
manchmal lebensnotwendig. Christen können das nicht nur mit
anderen Menschen, sondern auch mit Gott und darum ist der
Glaube so hilfreich.“ Ein Schadensfall, auch das ist
Kirchennacht, musste Borjans dann doch beklagen. Trotz
kuscheliger Zeltheizung fiel die Oboe des
Landespolizeiorchesters der Kälte zum Opfer: Sie platzte.
Bahnhofsmission und Kirchenpavillon: „Wie bei Gott im
Wohnzimmer“
Besonders
attraktiv waren vielerorts die Angebote, persönlichen Segen
zu empfangen. Nicht nur im Bonner Münster bei Pater
Gerd Hemken hieß es Schlange stehen zum Segen. Auch der
„Reisesegen“ bei der Bahnhofsmission auf Gleis 1 im
Hauptbahnhof sowie der „Segen für Verliebte“ im
Kirchenpavillon erfreuten sich großem Zuspruch. Beide
Orte in der City waren erstmalig bei der Kirchennacht dabei.
„Hier ist es wie bei Gott im Wohnzimmer“, sagte ein
beeindruckter Besucher in den kleinen Räumen der
Bahnhofsmission. Der kaum größere Kirchenpavillon Nähe
Friedensplatz, in dem auch die Bonner Kult-Jazzer „Semmels
Hot Shots“ aufspielten, platze aus allen Nähten.
Ein
Höhepunkt: Klezmernacht in Godesberg ließ 350 Menschen
tanzen bis nach Mitternacht
Die „große
Klezmer-Tanznacht“ in der Friesdorfer Pauluskirche
hielt, was sie versprach und lockte mehr als 350 Feier- und
Tanzfreudige an. Das bekannte Kölner Klezmer-Trio „A Tickle
in de Heart“ machte Stimmung bis in die tiefe Nacht. Dazu
gab es koscheres Essen und Trinken. Der Wein, vor allem der
rote, allerdings war bald alle. „Die Menschen haben
mitgesungen, geklatscht, getanzt und sind beglückt in eine
eiskalte Nacht gegangen“, freute sich Pfarrer Siegfried
Eckert über die gelungene Kooperation mit der
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Bonn.
Ein Höhepunkt der Kirchennacht – auch weil die Pauluskirche
viele Menschen ansprach, die schon lange nicht mehr eine
Kirche besucht haben, so der Eindruck von Pfarrer Joachim
Gerhardt vom „Team Bonner Kirchennacht“.
Einen
„tollen Raum zum Tanzen“ bot erneut die Endenicher
Trinitatiskirche mit der Tanznacht. An die 200 Besucher
verbanden das Motto „Zwischen Himmel und Erde“ und ließen
unter fachkundiger Anleitung von Marlene Lautze vom
„Arbeitskreis Biblischer Tanz“ die Seligpreisungen Jesu
spürbar werden.
Trommel,
Tanz und Tango in der Lutherkirche
Munteres
Kommen und Gehen auch in der Lutherkirche, in der
ebenfalls getanzt wurde (israelische Rundtänze um den
Altar). Und getrommelt und das lautstark und rhythmisch mit
„Ansgar Buchholz & Stockwerk M“ im Samba- und Tangotakt. Ein
wenig Copacabana in der kalten Bonner Südstadt. Das Publikum
forderte Zugabe um Zugabe, auch anschließend von der
argentinischen Sängerin Bettina Marugg, die mit „Tango Nuevo“
begeisterte.
Publikumsmagneten waren wie die Kirchennächte zuvor die
Innenstadtkirchen Münster sowie die Kreuzkirche
am Kaiserplatz, von dessen Turmgerüst aus Bläser der
Lutherkirche mit „Der Mond ist aufgegangen“ die Kirchennacht
stimmungsvoll eröffnet hatten. Viele Hunderte nutzen auch
die Chance, die Helenenkapelle, kleine romanische
Zimmerkapelle, kunstvoll illuminiert, im SinnLeffers-Gebäude
zu besuchen. Junges Publikum fand sich in der
traditionsreichen Schlosskirche im Hauptgebäude der
Universität, in der Schülerinnen der Liebfrauenschule unter
anderem Thomas Manns „Joseph und seine Brüder“ lasen.
ACK:
„Eindrucksvolles ökumenisches Band zog sich durch die ganze
Stadt“
Laut
Pfarrer Ernst Jochum und Christa Saamer von zentralen
Organisations-Team der ACK hat sich in der Bonner
Kirchennacht „ein eindrucksvolles ökumenisches Band durch
die ganze Stadt gezogen“. Noch nach Mitternacht bevölkerten
Besucher die nur mit Kerzen beleuchtete Doppelkirche St.
Maria und St. Clemens in Schwarz-Rheindorf. Traditionell
großen Zuspruch fanden auch die griechisch-orthodoxe
Metropolitankathedrale „Agia Trias“ in Beuel-Limperich
sowie die in Deutschland einmalige Amerikanische Kirche
in Plittersdorf, die mit zum Teil englischsprachigen
Programm und Gospel die Menschen in ihren Bann zog.
Erstmals
Kinderprogramm ein Erfolg
Anklang
fand auch das erstmals besonders ausgewiesene Kinderprogramm
der Bonner Kirchennacht. Der Taschenlampenführung im
stockfinsteren Bonner Münster folgten mehr als 40
Kinder und ebenso viele Eltern. Dem langjährigen
altkatholischen Bischof Joachim Vobbe lauschten in der
„Nacht der Engel“ in St. Cyprian nicht weniger Kinder
bei seinen Geschichten „vom Flauschflügelchen und dem großen
Engel“. „Das Kinderprogramm hat sich sehr bewährt und wird
bei der kommenden Kirchennacht sicher wiederholt“, so
Pressepfarrer Gerhardt.
Jugendkirche rockte ab
Die
Kirchennacht zog auch Jugendliche an. In der Jugendkirche
St. Franziskus/Campanile in der Bonner Altstadt zum
Beispiel rockten 180 Besucher zu christlicher Rockmusik mit
der Band „Crosspoint“. Die Licht- und Bildinstallationen in
der modernen Kirche empfanden Besucher als „starkes
Kunstwerk", freute sich Bernward Siemes von der
Jugendpastorale. Die Jugendnacht schloss besinnlich bei
Kerzenschein mit Komplet und Segen durch
Stadtjugendseelsorger Meik Schirpenbach.
Beeindruckende Vielfalt in
200 Stunden Programm: Kabarett bis Indische Nacht
Bonner Kirchennacht – das
bedeutet fast 200 Stunden Programm mit großer Vielfalt:
Kabarett zum Beispiel. Pastor Herwig Mauschitz hatte das
bekannte Kölner Kirchenkabarett „Klüngelbeutel“ gewinnen
können, die in der Musikschule Poppelsdorf, dem
Gottesdienstraum seiner freikirchlichen Gemeinde, mit ihrem
Programm „Gott ist ein Hütchenspieler“ besinnlich-witzig vom
Leder zogen und Menschen über alle religiösen und
konfessionellen Grenzen hinweg zum Lachen brachten.
Selbstironie kann eben doch auch etwas Christliches sein.
„Ruhe
und Stille Balsam für die Seele“
Attraktiv
in Godesberg war auch die „Indische Nacht“. Für fast vier
Stunden fühlte man sich bei inspirierendem Tanz und scharfen
Speisen in St. Marien näher am Ganges als am Rhein.
Vieler Ortens positives Echo gab es auf die Stille und Ruhe,
die in den Kirchen wie St. Sebastian in Poppelsdorf,
dort fast zärtlich von Harfe und Orgel begleitet, oder
gänzlich geräuschlos in der Lukaskirche in
Bonn-Castell geboten wurde. „In unserer lauten Zeit ist Ruhe
Balsam für die Seele“, so eine Besucherin in St. Sebastian.
Auch darum gehe sie in eine Kirche.
An vielen
Orten folgten Menschen der Einladung zum Mitsingen:
Adventlich in St. Laurentius in Lessenich oder
christlich-modern mit der Lobpreisband „Lisa May Lesch“ im „Centrum
Lebendiges Wort“ (CLW) in Bad Godesberg-Schweinheim. In
Beuel-Zentrum und Villich fanden sich Besucher im Haus
der Gemeinde, der Versöhnungskirche und St.
Josef zu Musik und Besinnung zusammen. Geert
Müller-Gerbes moderierte mit Verve in St. Paulus
einen klassischen Gitarrenabend mit Musik aus fünf
Jahrhunderten.
Rund 70
Menschen folgten der Einladung zur Kirchennacht auf
Lateinisch in der „Nox Latina“ in Alt-St. Nikolaus in
Kessenich. Herz Jesu im Godesberger Villenviertel lud
á la Weltjugendtag zu einer begeistert aufgenommenen „Nightfever-Feier“.
Kontrapunkt in der nahen Christuskirche mit
Bela-Bartok-Orgelmusik und kompletten Lesung des
Markusevangeliums. Kunst gab den Anstoß zum Nachdenken in
dem Gemeindezentrum Mittelstraße der
Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde mit Bildimpressionen
des Theologen und Künstlers Helmut Kissel zum Thema „Stadt
und Kirche – Kirche und Stadt“. Pastor Ulf Beiderbeck
erklärte, fast als Bilanz für die ganze Kirchennacht:
„Kirchen in der Stadt sind ein Ort der Stille und des Gebets
und machen Sinn, wenn sie nicht nur Gebäude, sondern Orte
der Besinnung sind.“
Text:
Joachim Gerhardt/Ernst Jochum/ Ursula Lantzerath/ Christa
Saamer/ Harald Uhl
* * *
Juni 2009
Gemeinsam
"in Verantwortung vor Gott und den Menschen
Die
Kirchen feiern in Bonn das Grundgesetzjubiläum
Ein prächtiges Bild bot sich
gestern den Bonnern, als in feierlichem Zug die
Repräsentanten der verschiedenen christlichen Kirchen zum
ökumenischen Festgottesdienst ins Bonner Münster einzogen:
Das Purpurrot der katholischen und altkatholischen
Würdenträger harmonierte mit dem schlichten schwarzen Talar
der evangelischen Geistlichen, dem Schwarz-Gold des
orthodoxen Metropoliten mit dem Weiß des altlutherischen
Bischofs und des anglikanischen Pfarrers und den schlichten
dunklen Anzügen der Repräsentanten verschiedener
Freikirchen.
Herzlich begrüßte
Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher als Hausherr und
erinnerte an die lange christliche Tradition der Stadt. Zu
diesem Gottesdienst aus Anlass des 60. Jahrestags des
Grundgesetzes hatte die Arbeitsgemeinschaft christlicher
Kirchen (ACK) in Bonn eingeladen. Ihr Vorsitzender,
Pastor Herwig H. Mauschitz, leitete durch den
Gottesdienst. Der Vorsitzende der Deutschen
Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch,
rief in seiner Ansprache dazu auf, die Werteordnung des
Grundgesetzes, jeden Tag neu mit Leben zu erfüllen. Der
Bonner Superintendent, Pfarrer Eckart Wüster, und
Bürgermeister Horst Naaß als Repräsentant der
Bundesstadt Bonn beteten für die Einheit der Christen und
das Wohl des Landes. Der Leitende Bischof der Vereinigten
Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD) und
Mitglied des Rates der EKD, Landesbischof Dr. Johannes
Friedrich, ermutigte in seiner Predigt dazu, Freiheit in
Verantwortung wahrzunehmen und sich als Christ in Staat und
Gesellschaft zu engagieren. Der griechisch-orthodoxe
Metropolit Augoustinos von Deutschland, Vorsitzender der
Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland (KOKiD)
betonte den Wert des Gottesbezuges zur Begründung der
unantastbaren Menschenwürde. Weiter wirkten mit Bischof
Hans-Jörg Voigt (SELK), Präses Roman Siewert
(Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden) Generalvikar Pfr.
Werner Luttermann (Katholisches Bistum der
Alt-Katholiken in Deutschland), Superintendent Dr. Rainer
Bath (Ev.-methodistische Kirche), Pfr. Simon Hobbs
(Kirche von England), Rainer Wiebe (Mennoniten),
Prof. Stubben (evangelisch-freikirchlich) und Diakon
Manfred Schmidt (röm.-kath.), der diesen Gottesdienst
angeregt hatte. Die Kollekte ist für die Bonner Tafel
bestimmt. Ein Projektchor unter der Leitung von Kathrin
Borda regte die Gemeinde zum Mitsingen an. Das Leitwort
des Gottesdienstes aus der Präambel des Grundgesetzes, „In
Verantwortung vor Gott und den Menschen“, war auch Thema im
Grußwort des Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert
Lammert, das im Anschluss an den Gottesdienst verlesen
wurde.
Zu einem anschließenden Empfang
im Kreuzgang des Münsters hatte die Stadt Bonn
gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)
in Bonn eingeladen. Bei strahlendem Wetter konnten hier
Bonner Bürger mit Bischöfen, Politikern, Bonner
Stadtverordneten, Diplomaten und Repräsentanten von 15
verschiedenen christlichen Konfessionen ins Gespräch kommen.
Unter den zahlreichen Gästen des Gottesdienstes waren der
russische orthodoxe Erzbischof Longin von Klin, der Kölner
Regierungspräsident Hans Peter Lindlar, die Bundesministerin
a.D. Dr. Ursula Lehr, unser früherer Bonner
Oberbürgermeister Dr. Hans Daniels, Bezirksbürgermeister
Helmut Kollig, Bonns Polizeipräsident Wolfgang Albers, die
Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber und Dr. Stefan Eisel,
die Europaabgeordneten Ruth Hieronymi und Dr. Marie
Cassiotou-Panayotopoulos.
* * *
Juli 2008
Sommerinterview von Pfarrer Gerhardt
mit dem ACK-Vorsitzenden Herwig H. Mauschitz
1.) Wenn
Sie jeweils eine historische Person aus der katholischen,
der evangelischen, der orthodoxen und der baptistischen
Denomination zu einem gemeinsamen Abendessen einladen
könnten, wen würden Sie einladen?
Guiseppe
Roncalli, den späteren Papst Johannes den XXIII, den
evangelischen Theologen Karl Barth, Athenagoras, den
ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel und meinen
baptistischen Kollegen den Bürgerrechtler, den
Friedensnobelpreisträger Martin Luther King.
2.)
Sie sind Vorsitzender der Bonner ACK. Was ist eigentlich die
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen?
Nach den
auch die Kirchen erschütternden Erfahrungen des 2.
Weltkriegs, begann ein neues Nachdenken darüber, wie die
christlichen Kirchen mehr zusammenwachsen und besser
gemeinsam reden und handeln könnten. Neben dem weltweiten
Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) bildeten sich viele
Nationale Kirchenräte. So auch in Deutschland.
1948
gründeten in Kassel 5 Kirchen - die Altkatholische Kirche,
die Baptisten, die Evangelische Kirche in Deutschland, die
Mennoniten und die Methodisten die Arbeitsgemeinschaft
Christlicher Kirchen in Deutschland. Der erste Vorsitzende
war der evangelische Pfarrer Martin Niemöller. 1974 traten
die Römisch-Katholische Kirche und die Griechisch-Orthodoxe
Metropolie als Vollmitglied der ACK bei. Heute umfasst die
Bundes ACK 16 Kirchen als Vollmitglieder, 4 Kirchen sind
Gastmitglieder und 3 Kirchen haben den Beobachterstatus.
Die
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) versteht sich
selbst als "das repräsentative Forum der Kirchen in
Deutschland, die sich im Glauben an die sichtbare Einheit
der Kirche in Gebet und Gesellschaft, theologischem Dialog,
Mission, gesellschaftlichem und sozialem Handeln engagiert".
3.) Wie
lange gibt es die ACK Bonn und wieviele Kirchen,
Gemeinschaften gehören zur Zeit dazu?
Die
Bonner ACK wurde am 16.01.1975 von der Altkatholischen
Kirche, den Baptisten, der Evangelischen Kirche, der
Griechisch-Orthodoxen Kirche und der Römisch Katholischen
Kirche gegründet. Der 1. Vorsitzende war Erzpriester
Sokratis Ntallis von der Griechisch-Orthodoxen Kirche. Heute
gehören 15 Mitgliedskirchen zur Bonner ACK.
4.) Eine
fiktive Frage: Wenn Gott sich in einem Hotel eintragen
müsste, was würde er unter Konfession schreiben?
Ich
könnte mir vorstellen, dass ER vielleicht eine uns
überraschende Antwort eben würde, vielleicht `ökumenisch`?
Gott ist ja doch immer größer als unsere jeweilige
Konfession. Ich glaube, wir benötigen uns als
unterschiedliche Denominationen mit unseren
Gotteserkenntnissen, weil unsere jeweiligen Kirchen doch
nicht die Gnadenfülle Christi in sich alleine darstellen.
Jeder von uns hat in seiner Konfession sein Maß an Gnade
empfangen. Hier steht uns auch wechselseitige Demut als
Kirchen sicher gut.
5.) Wie
kamen Sie zu Ihrem ökumenischen Engagement, das Sie schon
viele Jahre sehr aktiv leben?
Dazu
möchte ich zweierlei anmerken.
1.) Im
Johannesevangelium Kap.17,21 betet Jesus: "Ich will, dass
sie alle eins sind, damit die Welt glaubt". Der Glaube sucht
die Einheit und er gibt keine Ruhe, bis er sie im `Du`, im
Anderen entdeckt hat. Darum ist der Glaube selbst ein Motor
der Ökumene. Dem einen Herrn entspricht der gemeinsame,
freilich vielgestaltige Glaube. Ökumene ist für mich -
Einheit in der Vielfalt.
2.) Die
Theologie eines Menschen ist ja nicht ohne seine Biographie
zu verstehen. Ich bin sicher ein eher unregelmässiges
baptistisches Verb. Als Schüler besuchte ich ein
katholisches Internat, danach studierte ich baptistische und
evangelische Theologie und bin seit 25 Jahren Pastor im Bund
Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.
Ferner habe ich in meinem Leben viele Christen aus
verschiedenen Konfessionen & Ländern kennengelernt, die -
sicher auch bei manchem, was mir in der anderen
Tradition fremd blieb - meinen christlichen Glauben
förderten und vertieften. Und auch durch meine Tradition
konnte ich anderen weiterhelfen. Ebner-Eschenbach sagte mal:
" Wer nichts weiss, muß alles glauben". Ich meine, wir
wissen oft viel zu wenig über unsere Schwestern und Brüder
in den anderen christlichen
Traditionen.
6.) Wie
sehen Sie die Zukunft der Ökumene?
Ökumene
war und ist Bohren von dicken Brettern. Da hilft keine
asthmatische Kurzatmigkeit. Entscheidend wird aber sein,
dass wir Kirchen uns neu bewußt werden, wofür wir eigentlich
da sind, nämlich nicht zum Selbstzweck. Wir sind als Kirchen
auch nicht eine Art Verein zur religiösen Denkmalspflege.
Wir haben eine entscheidende Aufgabe, wir sollen die
Botschaft der Gottes Liebe für die Welt in Wort und Tat so
weitergeben, dass der moderne Mensch sie versteht. Gott ist
an uns Menschen interessiert und er möchte das unser Leben
gelingt. Wo wir den gemeinsamen Auftrag vor Augen haben,
werden die Unterschiede zwischen uns nicht aufgelöst, aber
sie erhalten ihren zweitrangigen Stellenwert. Wir werden
auch entdecken, dass uns als Kirchen viel mehr verbindet als
uns trennt. Daher - Ökumene ist die "Zukunftsbranche der
Kirche", wie eine Bekannte von mir - Theologieprofessorin -
neulich richtig anmerkte. Ökumene ist nicht die Spielwiese
unterbeschäftigter kirchlicher Verwaltungsbeamter, sondern
sollte Chefsache sein, weil der dreieinige Gott mit seinem
Willen und mit seinem Wesen dahinter steht. (Epheser 4,4ff)
7.) Man
stellt heute fest, dass christlich-fundamentalistische
Kreise Einfluss gewinnen möchten. Wie steht die ACK zu
diesem Phänomen?
In einer
komplizierten Welt wie der unsrigen heute, wünschen sich
manche Menschen wenigstens in Sachen Glauben einfache
Antworten. Aus z.T. begreiflicher Sehnsucht nach
Vergewisserung im Glauben und nach festen Normen und Werten
wird die Bibel, das Fundament unseres Glaubens, zu einem
`papierenen Papst` hochstilisiert. Ihre menschliche Seite
wird in Abrede gestellt, ihre Geschichtlichkeit
ausgeblendet. Die Autorität der Bibel wird in der absoluten
Irrtumslosigkeit aller ihrer Einzelaussagen, auch der
durchaus zeitbedingten oder naturwissenschaftlich
begrenzten, gesehen. Angst regiert die Theologie. Als ACK
liegt uns daran, das ernsthafte theologische Gespräch über
die Konfessionsgrenzen hinaus zu suchen. Wo der
Gesprächspartner eine intellektuelle Verstockheit zeigt, wo
er unbelehrbar und dialogunfähig ist, wird es allerdings
schwierig. In der Bonner ACK haben wir mit diesem Thema
eher in `Spurenelementen` zu tun.
8.) In
unserer Stadt sind verschiedene Religionen vertreten. Wie
steht es um den interreligiösen Dialog und wie sieht die ACK
diese Thema?
Der
Dialog zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens ist in
unserer Zeit weltweit und vor Ort in Bonn eine unerlässliche
Sache. Dazu gehört die Begegnung, das Kennenlernen, das
Gespräch. In diesem Zusammenhang fand am 26.08.07 in unserer
Stadt der Aktionstag: "Weisst Du, wer ich bin?" statt. Die 3
abrahamitischen Religionen - Judentum, Christentum, Islam -
gestalteten gemeinsam einen Tag lang einen bunten Strauß von
Kennenlern- und Begegnungsangeboten. Viele Bonner Bürger
folgten der Einladung. Diese Aktion sollte eine Fortsetzung
finden.
Aber
auch mit dem Buddhismus, dem Hinduismus sollten
Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden. Eine gute Sache
in dieser Richtung war eine Seminartag, den das Ev. Forum,
das Katholische Bildungswerk und das Kulturamt der Stadt
Bonn 28.05.08 veranstalteten - Titel: `Vielfalt der
Religionen in der einen Welt.`
9.)
Welches sind die nächsten Projekte der Bonner ACK?
Neben
diversen Vortragsveranstaltungen möchte ich besonders auf
die 3. Bonner Kirchennacht hinweisen. Am Freitag vor dem
1.Advent, dem Beginn des Kirchenjahres 2009, dem 28.
November, werden wieder ca. 50 Kirchen der Stadt zwischen
20:00 und 24:00 zu ganz speziellen Programmen einladen. Wie
bei der 1. und 2. Bonner Kirchennacht werden wieder ca 10
000 Besucher erwartet.
* * *
Februar 2008
An das
Präsidium
des Ökumenischen Kirchentages 2010
z. Hd. der Präsidenten
Herrn Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel
Herrn Prof. Dr. Hans Joachim Meyer
z. Zt. in
Fulda
Sehr
geehrte Herren Präsidenten,
sehr
geehrte Damen und Herren!
Die
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bonn (ACK Bonn)
sieht mit Freude und zuversichtlicher Erwartung dem
Ökumenischen Kirchentag 2010 in München entgegen und
begleitet die Vorbereitungen mit ihrem Gebet.
Die ACK
Bonn bittet sehr herzlich, auch dem Anliegen von Herrn Prof.
Dr. Dr. h.c. mult. Harding Meyer (ehemaliger Direktor des
Instituts für Ökumenische Forschung Straßburg) im Programm
des ÖKT Raum zu geben. Für einen positiven Fortgang der
ökumenischen Bemühungen um Kirchengemeinschaft hält er eine
gemeinsame verbindliche Vergewisserung des in den bisherigen
ökumenischen Dialogen (bes. auf Weltebene) Erreichten für
dringend notwendig.
Kardinal
Karl Lehmann hat im Eröffnungsreferat auf der
Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 2007
diesen Vorschlag aufgenommen. Er sagte:
„ Vieles
von dem, was in den letzten Jahrzehnten im ökumenischen
Gespräch erreicht worden ist, ist in letzter Zeit aus
mehreren Gründen nicht mehr präsent, vergessen oder auch
verdrängt worden. Vielleicht ist es deshalb auch an der
Zeit, sich zu fragen, ob wir nicht eine Zwischenbilanz
vornehmen müssen über das, was schon erreicht ist. Ich
möchte deshalb einen Vorschlag von H. Meyer mir zu Eigen
machen, der auf dem Weg der kirchlichen Rezeption „In-via-Erklärungen“
als Vergewisserungen wachsender Glaubensgemeinschaft und für
den festzuhaltenden Ertrag des Dialogs gefordert hat und
dabei auch einen thesenhaften Vorschlag gemacht hat,
von dem ich glaube, dass man ihm – eben als Vorschlag, der
noch zu diskutieren ist – in hohem Maß zustimmen kann. Es
ist gut, wenn wir auf einen hochverdienten, kompetenten
Pionier des evangelisch-katholischen Dialogs der letzten
Jahrzehnte hören. Dazu möchte ich alle einladen.“
Landesbischof Dr. Friedrich Weber hat diesen Vorschlag H.
Meyers ebenfalls voll übernommen ,
und nach Landesbischof Christoph Kähler trifft „Lehmanns
Vorschlag, eine ökumenische Zwischenbilanz zur
Vergewisserung zu ziehen“, auch in der EKD „auf offene
Ohren“.
Dieser
für den Fortgang der Ökumene so wichtige und förderliche
Vorschlag entspricht auch dem (noch nicht voll eingelösten)
Wunsch des Papstes Johannes Pauls II., der in seiner
Ökumene-Enzyklika „Ut unum sint“ (1995) schreibt:
„Während
der Dialog über neue Themenbereiche weitergeht oder sich auf
tiefer reichenden Ebenen entwickelt, haben wir eine neue
Aufgabe zu lösen: wie nämlich die bisher erzielten
Ergebnisse angenommen werden sollen. Sie dürfen nicht
Aussagen der bilateralen Kommissionen bleiben, sondern
müssen Gemeingut werden. Damit das geschieht und sich auf
diese Weise die Gemeinschaftsbande festigen, bedarf es einer
ernsthaften Untersuchung, die in verschiedenen Weisen,
Formen und Zuständigkeiten das Volk Gottes als ganzes
einbeziehen muss. Es handelt sich nämlich um Fragen, die
häufig den Glauben betreffen, und sie erfordern die
allseitige Übereinstimmung, die von den Bischöfen bis zu den
gläubigen Laien reicht, die alle die Salbung mit dem
Heiligen Geist empfangen haben (LG 12). Es ist derselbe
Geist, der dem Lehramt beisteht und den sensus fidei weckt.“
(Nr. 80)
Wo wäre
ein geeigneterer Ort, das gemeinsam Erreichte als
„festzuhaltenden Ertrag des Dialogs“ (H. Meyer) zum
„Gemeingut“ werden zu lassen, als ein ökumenischer
Kirchentag? Deshalb bittet die ACK Bonn das Präsidium bzw.
den Vorstand der Planungsgruppe, Foren für dieses so
dringliche Anliegen vorzusehen und damit die auf dem
Ökumenischen Kirchentag 2003 unterzeichnete Charta
Oecumenica mit Leben zu erfüllen.
Mit dem
Wunsch für ein segenreiches Gelingen des Ökumenischen
Kirchentags grüßt Sie
die ACK
Bonn.
|
Für die Vollversammlung
Pastor Herwig H. Mauschitz
Vorsitzender
Ursula Lantzerath
Pfarrer Michael Schäfer
Dr. Konstaninos Vliagkoftis
Mitglieder des Vorstandes |
Für den theologischen Arbeitskreis
Prof. Dr. Hans Jorissen
Vorsitzender des theol.
Arbeitskreises |
In
Kopie an:
- das
Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, Hochkreuzallee
246,
53175
Bonn
- den
Deutschen Evangelischen Kirchentag, Magdeburger Str. 59,
36037
Fulda
- die ACK in Deutschland, Ökumenische Centrale,
Ludolfusstr. 2-4,
60487 Frankfurt a.M.
zur
Kenntnisnahme
* * *
21.1.2008
Ökumenischer
Gottesdienst im Polizeipräsidium
An
einem ungewöhnlichen Ort feierte die Arbeitsgemeinschaft
Christlicher Kirchen in Bonn am Sonntag, dem 20. Januar
2008, einen ökumenischen Gottesdienst. Zum Thema „Gewalt
überwinden“ fanden sich rund 130 Personen in den Räumen der
GeSa im Polizeipräsidium ein.
Nach
der feierlichen Einstimmung durch einen afrikanischen und
einen Posaunenchor begrüßten Polizeipräsident Wolfgang
Albers und die Theologin Ursula
Lanzerath die Gäste der umliegenden Bonner Kirchengemeinden.
Neben Liedern, Gebeten und Lesungen wurden auch Fürbitten
gesprochen, u.a. für
-
Menschen, die
Opfer von Gewalt geworden sind;
-
Menschen, die
in der Gewaltvorbeugung und im Opferschutz tätig sind;
-
Menschen, die
selbst Gewalt und Leid hervorgerufen haben;
-
Situationen, in
denen Gewalt vorkommt.
Im Anschluss an den
Gottesdienst hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich in
einem improvisierten "Stehcafé" in der GeSa-4
gedanklich auszutauschen.
* * *
31.8.2007
Lebendig und kräftig
-
Der
ökumenische Oxfordbesuch (6.-11.6.2007)
Lebendig und kräftig - so kann, in Anlehnung
an das Kirchentagsmotto, die ökumenische Partnerschaft
Bonn-Oxford der ACK-Bonn im Rahmen der traditionsreichen
Städtepartnerschaft
nach den diesjährigen Erfahrungen gekennzeichnet werden. Mit
22 Gasten aus Oxford -
darunter zahlreiche erstmals in Bonn - wurde das anhaltende
Interesse der englischen Partner deutlich, die vom 6.-11.
Juni - diesmal einen Tag langer als üblich - bei privaten
Gastgebern in Bonn, Bornheim, Königswinter und
Wachtberg (auch unter ihnen zahlreiche erstmals
dabei) betreut wurden.
Mit dem Thema ,,Soziale Gerechtigkeit - Gerechtigkeit durch
Bildung" war ein anspruchsvolles Motto der
Begegnungstagung vorgegeben, dem durch die Referate und
Diskussionen in vollem Maße entsprochen wurde.
Als Tagungsorte dienten das
Dietrich-Bonhoeffer-Haus der Evangelischen Studierendengemeinde,
das (neue) Haus des Katholischen Bildungswerkes, die
katholischen Familienbildungsstätte
und die Krypta der Kreuzkirche und damit auch vom Rahmen her
zentrale Bildungsstatten
in Bonn. Bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten
die Referate und gestalteten die Diskussionen zur
einleitenden Bibelarbeit von Pfarrer Dr. Edzard Rohland aus
Bonn, zum
Bildungsprogramm des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf/Bossey
durch Rev. Dr. Donald Norwood aus Oxford, über christliche
Bildungsziele durch die stellv. Leiterin des
Amos-Comenius-Gymnsasiums in Bonn-Bad Godesberg, Dr. Cordula
Grunow und über Erwachsenenbildung in England durch Dr. Bob
Purdie aus Oxford sowie Erfahrungen mit Seniorenprogrammen
an deutschen Universitäten durch Prof. Dr. Eckard Freyer,
Bonn. Dazwischen lag ein eindrucksvoller Tag beim
Evangelischen Kirchentag in Köln mit Beteiligung vorwiegend
an zweisprachigen Veranstaltungen und Begegnungen u.a. mit
den Friedensnobelpreistragern Erzbischof Desmond Tutu
und Mohammad Yunuz, für alle englischen
Gaste
eine erstmalige Erfahrung.
Der Abend des 9. Juni bot im gastfreundlichen
Zentrum Mittelstraße der Evangelisch-Freikirchlichen
Gemeinde (Baptisten) bei einem geselligen Beisammensein
Gelegenheit zum Treffen mit Gastgebern, interessierten
Bonner Ökumenefreunden und Teilnehmern an früheren
Oxfordbegegnungen, umrahmt von deutschen, englischen und
schottischen Volksliedern. Der Sonntagnachmittag - nach dem
Besuch lokaler Gottesdienste - wurde für eine Busexkursion
zu kulturellen Sehenswürdigkeiten im Siebengebirge in
Heisterbacherrott, Oberpleis und
Bruchhausen und einer Kunstmeditation mit dem Bildhauer und
Maler Hanns-Frerk Verhey mit Werkbeispielen im Evangelischen
Gemeindezentrum Niederbachem genützt.
Mit herzlichem Dank verabschiedeten sich die
Gaste am 11. Juni und sprachen eine Gegeneinladung
für 22.-26. Mai 2008 nach Oxford aus. Die Bonner
Interessenten werden diesen Gegenbesuch auf einem
Treffen im November d. J. organisatorisch und thematisch
vorbereiten.
* * *
6.8.2007
Gemeinsam handeln
für
Frieden und
Gerechtigkeit in
Bonn
Ein Tag der
Interreligiösen Begegnung
Sonntag, 26. August 2007
13 bis 18 Uhr auf dem
Bonner Marktplatz
* * *
Sonntag,
26. August 2007
Programm
auf dem Bonner Marktplatz
13.00 Uhr
Kinderfriedenschor aus dem Musical von F. Bauer: Paxx - Ring
of Light
13.30 Uhr
Grußwort
der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann
14.00 Uhr
Podiumsgespräch mit Vertretern der Religionsgemeinschaften
Moderation:
Sup.i.R. Burkhard Müller
Unterzeichnung der Kölner Friedensverpflichtung
15.00 Uhr
Islamische Gesänge - llahi
15.30 Uhr
Interreligiöse Initiativen stellen sich vor
Moderation:
Sup.i.R. Burkhard Müller
16.15 Uhr
Gospelchor „Wave of Joy"
17.00 Uhr
Aus den
Anfängen des interreligiösen Dialogs: Muhamed A. Hobohm im
Gespräch
17.30 Uhr
Naarot
Aviv - Jüdische Tänze
...
außerdem auf dem Markt:
- Stände
der Religionsgemeinschaften
- Essen und
Trinken
- Spiele
und Aktionen für Kinder im interreligiösen „Kinderzelt"
-
Gebetszelt
Fachworkshops
Für
Lehrer/innen und Erzieher/innen
Samstag,
25. August 2007, 11.00-16.30 Uhr
Ort:
Katholisches Zentrum, Fritz-Tillmann-Straße 11-13, Bonn
Mitwirkend:
Ev. Schulreferat (0228-68 80 180), Kath. Schulreferat
(0228-68 80 780), Rat der Muslime
Nähere
Informationen bei den Schulreferaten, Anmeldung bis 16.
August
Für
Erzieher/innen, Pfarrer/innen, Pastorale Dienste
Mittwoch,
5. September 2007,17.00-20.00 Uhr
Ort: Rat
der Muslime, Adenauerallee 13, Bonn
Mitwirkend:
Kirchliche Bildungswerke, Fachberatung für Tageseinrichtung,
Rat der Muslime. Anmeldung: 0228-429790
Träger
des Projekts:
-
Arbeitgemeinschaft Christlicher Kirchen Bonn
- Ev.
Kirchenkreis Bonn
- Ev.
Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel
-
Katholikenrat Bonn
- Rat der
Muslime Bonn
-
Synagogengemeinde Bonn
www.weisstduwerichbin-bonn.de
Schirmherrschaft: OB Bärbel Dieckmann
Wir danken
für Unterstützung:
- Die
Stadtwerke Bonn
- Die Stadt
Bonn
* * *
3.5.2007
NEUER VORSTAND GEWÄHLT
Die Vollversammlung der
Bonner Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, in der 15
Denominationen zusammenarbeiten, hat in ihrer
Vollversammlung am 3. 5. einen neuen Vorstand dieses
Ökumenegremiums gewählt. Gewählt wurden die röm.-katholische
Theologin Ursula Lantzerath, sowie die 3 Theologen Herwig H.
Mauschitz (ev. freikirchlich), Michael Schäfer (evangelisch)
und Dr. Konstantinos Vliagkoftis (gr.-orthodox). Zum
Vorsitzenden der Bonner ACK wurde für 2 weitere Jahre Pfr.
Mauschitz wiedergewählt. |