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Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen
(ACK) In Bonn

 

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Oktober 2011

 

Deutschlandfest - 1. bis 3. Oktober 2011

Kirchen bieten geistliche Oasen im Festtrubel

 

EIne ökumenische Andacht im Münster eröffnet

am 1. Oktober den kirchlichen Festreigen.

 

Die katholische und evangelische Kirche in Bonn und ihre Wohlfahrtsverbände erwarten die Besucher des Deutschlandfestes vom 1. bis 3. Oktober 2011 mit einem umfangreichen Programmangebot. Den Auftakt macht am Samstag, 1. Oktober, um 15.15 Uhr eine ökumenische Andacht in der Münsterbasilika mit Stadtdechant Wilfried Schumacher und Superintendent Eckart Wüster, die offen für alle Bürgerinnen und Bürger ist. Daran nehmen Mitglieder des Landeskabinetts um Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch teil.

 

Ökumenischer Festgottesdienst für 1000 geladene Gäste

 

Die Kreuzkirche am Bonner Hofgarten ist Ort des ökumenischen Festgottesdienstes am Tag der deutschen Einheit, 3. Oktober, der um 10 Uhr live in der ARD übertragen wird. Dazu werden etwa 1000 geladene Gäste erwartet, darunter Bundespräsident Christian Wulff, der Präsident des Bundestages, Norbert Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Präsidentin des Bundesrates und nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin, Hannelore Kraft, sowie der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle.

 

"Geistliche Oasen" mitten im Festtrubel

 

An allen drei Festtagen steht das Bonner Münster zur Besichtigung offen und lädt wie alle christlichen Kirchen in der Innenstadt als "geistliche Oase" zu Andacht und innerer Ruhe. In Sankt Remigius in der Brüdergasse bitten alle christlichen Kirchen der Stadt zu jeder vollen Stunde zur "Tagzeitliturgie" mit Musik und Gebet, gerahmt von Ausstellungen und Aktionen rund um die Kirche unter dem Motto "Das Engagement der Kirchen für die eine Welt". Angebote in der evangelischen Schlosskirche im Hauptgebäude der Universität fragen nach "Christlichem Geist und sozialer Verantwortung". Auf dem Vorplatz der informieren Caritas und Diakonie über gemeinsame soziale Angebote. Als "Ort der Stille" lädt unter der Federführung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Bonn die alt-katholische Kirche St. Cyprian in der Adenauerallee zu Ruhe und Besinnung.

 

Quelle: Stadt Bonn

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16.1.2011

 

Predigt von Prof. Dr. Konrad Raiser

bei der Ökumenischen Vesper der ACK Bonn

Thema: „Ehre sei Gott und Friede auf Erden“

 

Liebe Gemeinde,

 

wie auch in früheren Jahren findet dieser Vespergottesdienst zum Beginn der ökumenischen Gebetswoche für die Einheit der Christen an einem ungewöhnlichen Ort statt, dessen Wahl durch das Thema des Gottesdienstes motiviert ist. Dieser Keller, der während des letzten Krieges als Luftschutzbunker diente, symbolisiert zugleich die dankbare Erinnerung daran, dass wir in diesem Teil der Welt schon seit mehr als sechzig Jahren in Frieden leben können, aber auch die Mahnung, der Millionen von Menschen zu gedenken, die heute unter Gewalt, Krieg und der Vernichtung ihrer Lebensgrundlagen zu leiden haben und sich nicht dagegen schützen können.

 

Als Thema für diesen Vespergottesdienst ist das Motto gewählt worden, das über der für Mai dieses Jahres geplanten Internationalen Ökumenischen Friedenskonvokation in Kingston/Jamaika steht: „Ehre sei Gott und Friede auf Erden“. Mit der Konvokation kommt die ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt zum Abschluss, die im Jahr 2001 vom ÖRK ausgerufenen wurde. Das Thema enthält die Friedensbotschaft der Engel an die Hirten auf dem Feld bei Bethlehem, die die Geburt des Kindes in der Krippe als Beginn der göttlichen Herrschaft des Friedens ankündigen. Sie klingt auch in den anderen Texten nach, die wir als Teil der Liturgie gesprochen oder gehört haben: dem 85. Psalm, über dessen Verheißung von Frieden und Gerechtigkeit Dietrich Bonhoeffer im Jahr 1934 seine berühmte Andacht bei der ökumenischen  Konferenz in Fanø/Dänemark mit dem Aufruf zu einem großen Friedenskonzil hielt, ebenso wie die zentralen Sätze in der Bergpredigt Jesu, die die Gewaltlosen und die Friedensstifter selig preisen, und natürlich auch das bekannte Friedensgebet aus der im Krieg von deutschen Bomben zerstörten Kathedrale in Coventry/England, das zum geistlichen Band der Nagelkreuzgemeinschaft als einer ökumenischen Friedensbewegung geworden ist.

 

Als der ÖRK vor 10 Jahren die Kirchen in der ökumenischen Gemeinschaft dazu aufrief, sich aktiv für die Überwindung von Gewalt einzusetzen, geschah dies mit dem Ziel, den biblischen Friedensauftrag vom Rand in Zentrum des Lebens und Zeugnisses der Kirche zu rücken. Dem sollte auch das Unterthema der Dekade dienen: ‚Kirchen auf der Suche nach Versöhnung und Frieden’. Ich erinnere mich noch gut an den Impuls, der bei der Sitzung des Zentralausschusses des ÖRK in Johannesburg 1994 zur Formulierung eines Programms zur Überwindung von Gewalt führte, das dann vier Jahre später ausgeweitet wurde zur Dekade. Wir tagten zum ersten Mal in Südafrika und zwar wenige Monate vor den ersten wirklich demokratischen Wahlen, mit denen das System der Apartheid beendet werden konnte. Der methodistische Bischof Stanley Mogoba rief damals in seiner Predigt zur Eröffnung der Tagung dazu auf, nach dem erfolgreichen Abschluss des Kampfes gegen Rassismus und Apartheid alle Kräfte für die Bekämpfung der Gewalt zu mobilisieren. Er sah deutlich voraus, dass Südafrika noch lange mit dem Erbe der tief eingewurzelten Kultur der Gewalt zu kämpfen haben würde. Der Vers aus dem Römerbrief, der für die evangelischen Kirchen als Jahreslosung für dieses Jahr ausgewählt wurde: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ (Röm. 12, 21), diente dann als Anstoß für die Formulierung des Ziels der Dekade, d.h. nicht „Bekämpfung“ sondern  „Überwindung von Gewalt“. Auch der Kampf gegen die Gewalt bleibt gefangen in der Logik von Gewalt und Gegengewalt; das Ziel muss vielmehr sein, dem Geist und der Kultur der Gewalt eine Alternative, eine Kultur des Friedens, der Gewaltlosigkeit und der Versöhnung entgegen zu stellen.

 

Im Verlauf der 10 Jahre der Dekade sind viele eindrucksvolle Praxisbeispiele aus Kirchen in allen Teilen der Welt bekannt gemacht worden, die mit gewaltfreien, zivilen Mitteln daran arbeiten, Situationen der Gewalt zu transformieren. Dazu gehören z.B. die von Braunschweig ausgehende Aktion „Schritte gegen Tritte“, die internationale Kampagne der Quäker für „Alternativen zur Gewalt“, aber auch die verschiedenen christlichen Friedensdienste von „Pax Christi“, dem „Schalom-Diakonat“ bis hin zum ökumenischen Begleitprogramm für Palästina und Israel. Bei der Friedenskonvokation in Kingston werden sicherlich noch viele weitere ermutigende Beispiele und Erfahrungen zusammengetragen werden.

 

Auch wenn der Schwerpunkt der Dekade auf der „Überwindung“ und nicht so sehr auf der Analyse der Erscheinungsformen und Ursachen von Gewalt liegen sollte, so hat doch das Stichwort der„Gewalt“ seine eigene, kritische Anziehungskraft bekommen. Die Dekade wurde an vielen Orten zum Anstoß, sich mit den gewaltförmigen und gewaltträchtigen Beziehungen und Strukturen im zwischenmenschlichen und im gesellschaftlichen Leben auseinander zu setzen. Die zahlreichen Fälle von Missbrauch und sexualisierter Gewalt, vor allem gegen Kinder und Jugendliche, auch und gerade in kirchlichen Einrichtungen, haben aufgedeckt, wie tief die Wirklichkeit von Gewalt bis in das Leben der Kirchen hineinreicht. In den Berichten aus vielen Kirchen steht die Auseinandersetzung mit häuslicher Gewalt, vor allem gegen Frauen und Kinder, im Vordergrund der Bemühungen. Andere legten den Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit Formen struktureller Gewalt in Gestalt von sozialer und wirtschaftlicher Ausgrenzung und der Verletzung elementarer Menschrechte. Die Dekade hat darüber hinaus zum Bewusstsein gebracht, in welchem Maß unser Umgang mit der natürlichen Mitwelt die Züge von Gewalt trägt, durch welche das empfindliche Gleichgewicht im Haushalt des Lebens, z.B. durch den Klimawandel, in kaum mehr aufhaltbarer Weise gefährdet wird. Und schließlich erleben wir, dass auch nach dem Ende der Periode des Kalten Krieges und der kurzeitigen Hoffnung auf eine neue Friedensordnung Sicherheit wieder in erster Linie als eine Frage der Bereithaltung militärischer Mittel zur Antwort auf internationale Krisen und Konflikte buchstabiert wird, während für zivile Friedensdienste die Mittel und die öffentliche Aufmerksamkeit fehlen.

 

Die Konvokation in Kingston wird diese kritischen Einsichten und Erfahrungen aufnehmen und in vier thematischen Blöcken der Frage nachgehen, wie Christen und Kirchen angesichts dieser unterschiedlichen Erscheinungsformen von Gewalt zu Trägern einer Kultur des Friedens und der Versöhnung werden können. In Plenarvorträgen, Seminaren und einer Vielzahl von so genannten „workshops“ werden sich die Delegierten mit den Themen: Frieden in der Gemeinschaft, Frieden mit der Erde, Frieden in der Wirtschaft und Frieden zwischen den Völkern auseinandersetzen. Dabei wird es nicht nur um den Erfahrungsaustausch und die wechselseitige Ermutigung im Eintreten für eine Kultur des Friedens gehen. Die Konvokation wird darüber hinaus zu einem Prüfstein für das christliche, ökumenische Friedenszeugnis werden. Was haben die Kirchen im Verlauf der Dekade gelernt im Verständnis des christlichen Friedensauftrages? Ist es gelungen, das Friedenszeugnis nicht nur als eine praktische sondern auch als eine geistliche Herausforderung im Zentrum des Lebens und der Verkündigung der Kirchen zu verankern? Sind die Kirchen heute bereit, sich in der Nachfolge Jesu auf den Weg der Gewaltfreiheit einzulassen und nicht nur der Bereithaltung, Weiterverbreitung und dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen eine Absage zu erteilen, sondern alle Versuche einer theologischen oder moralischen Rechtfertigung des Einsatzes von militärischer Gewalt in Frage zu stellen und auf das Konzept des „gerechten Krieges“ in seiner üblichen Verwendung zu verzichten?

 

Als die Vollversammlung des Ökumenischen Rates im Jahr 2006, und d.h. zur Halbzeit der Dekade, in Porto Alegre zusammenkam, beschloss sie nicht nur, die Dekade mit einer Friedenskonvokation abzuschließen, sondern auch einen Beratungsprozess zur Ausarbeitung einer „Ökumenischen Erklärung zum Gerechten Frieden“ in die Weg zu leiten. Damit verband sich die Hoffnung, dass es gelingen könnte, die entscheidenden theologischen und geistlichen Einsichten der Dekade in der Vision eines „gerechten Friedens“ zusammen zu fassen und verbindlich zum Ausdruck zu bringen. Dieser Beratungsprozess hat in den Jahren von 2008-2010 stattgefunden und viele Kirchen und ökumenischen Gruppen, gerade in Deutschland, haben sich intensiv daran beteiligt. Als Ergebnis wird dem Zentralausschuss des ÖRK bei seiner nächsten Sitzung in fünf Wochen ein „Ökumenischer Aufruf zu einem gerechten Frieden“ unter dem biblischen Motto „Lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens“(Lukas 1,79)  zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden. Nach der Verabschiedung durch den Zentralausschuss wird dieser Text als grundlegendes Arbeitsdokument an die Konvokation weitergeleitet werden.

 

Der Aufruf ist zwar noch nicht die erhoffte verbindliche ökumenische Friedenserklärung, denn es hatte sich gezeigt, dass der Beratungsprozess zwar die Kirchen in Europa und Nordamerika erreicht hatte, aber dass die Stimmen der Kirchen im globalen Süden, die am stärksten von den Auswirkungen der Kultur der Gewalt betroffen sind, bislang noch nicht wirklich zu Gehör gekommen sind. Der Aufruf versteht sich daher als eine eindringliche Einladung an die Kirchen in der ökumenischen Gemeinschaft, sich auf den Weg des gerechten Friedens einzulassen in der Hoffnung, dass auf diese Weise, zusammen mit den Verpflichtungen, die sich aus der Friedenskonvokation in Kingston ergeben, die nächste Vollversammlung des ÖRK im Jahr 2013 in die Lage versetzt werden könnte, einen „neuen ökumenischen Konsens im Blick auf Gerechtigkeit und Frieden zu erreichen“.

 

Der Aufruf, der nach der Beratung im Zentralausschuss veröffentlicht wird, ist formuliert in der Überzeugung, dass wichtige Grundelemente eines solchen neuen ökumenischen Konsenses bereits vorhanden sind. Ich nenne als erstes die Einsicht, dass der Aufbau einer Kultur des Friedens nicht nur eine ethische und praktische Aufgabe, sondern eine zentrale theologische und geistliche Herausforderung darstellt. Der Friede, den die Engel in ihrer Botschaft an die Hirten in Bethlehem ankündigen, ist letztlich eine Gabe Gottes; er übersteigt, wie der Apostel Paulus sagt, alle menschliche Vernunft und ist daher auch nicht das Ergebnis menschlicher Bemühungen. In Anlehnung an den bekannten Satz Gandhis: Es gibt keinen Weg zum Frieden, Friede ist der Weg, beschreibt der Aufruf den gerechten Frieden als einen Weg in der Nachfolge Jesu, der durch sein Leben und seine Verkündigung, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung selbst zur Verkörperung der Gabe des Friedens geworden ist. Daher ist der Aufbau einer Friedenskultur eine geistliche und theologische Herausforderung, die uns im Wesenskern unseres Kircheseins betrifft.

 

Der zweite Kristallisationspunkt für einen ökumenischen Konsens ist die Einsicht, dass Frieden und Gerechtigkeit unlösbar miteinander verbunden sind. Allzu oft, so heißt es in den Aufruf, verfolgen wir Gerechtigkeit auf Kosten des Friedens und Frieden auf  Kosten der Gerechtigkeit. Frieden getrennt von Gerechtigkeit anzustreben, heißt, die Hoffnung zu kompromittieren, dass nach der Verheißung des 85. Psalms „Gerechtigkeit und Frieden sich küssen werden“. Die biblische Tradition macht, wenn sie von Schalom spricht, die Gerechtigkeit zur untrennbaren Gefährtin des Friedens; beide weisen auf gerechte und nachhaltige Beziehungen in der menschlichen Gemeinschaft, auf die Lebendigkeit unserer Beziehung zur Erde und die Bewahrung der Schöpfung hin. Friede geht verloren, wenn Ungerechtigkeit, Armut und Krankheit – ebenso wie bewaffnete Konflikte, Gewalt und Krieg – den einzelnen Menschen, der menschlichen Gemeinschaft und der Erde Wunden zufügen.

 

Damit ist auch die dritte wichtige Einsicht schon genannt, die sich im Verlauf der Dekade herausgeschält hat: der rücksichtslose Umgang mit den natürlichen Ressourcen, der Klimawandel und der Kampf um den Zugang zu sauberem Wasser, sind zu akuten Bedrohungen des Friedens geworden. Die Vision eines gerechten Friedens muss daher über die Wiederherstellung von gerechten Beziehungen in und zwischen den menschlichen Gemeinschaften hinausgehen; sie verpflichtet uns ebenso dazu, uns um die Erde als unser Zuhause zu kümmern. Im Vertrauen auf Gottes Verheißung müssen wir danach streben, dass alle Menschen gleichberechtigt und gerecht an den Ressourcen der Erde teilhaben können.

 

Für Gottes kostbares Geschenk der Schöpfung Sorge zu tragen und nach ökologischer Gerechtigkeit zu streben, sind zentrale Grundsätze des gerechten Friedens.

 

Auch wenn wir den wahren Frieden von Gott erwarten und Gott dafür die Ehre geben, so kündigen die Engel doch mit dem Kommen Jesu den Frieden auf Erden an. Als Christinnen und Christen sind wir in der Nachfolge Jesu einbezogen in die Verwirklichung dieses Friedens. Der griechische Kirchenvater Basilius hat diese Überzeugung in den Satz gefasst: „Nichts zeichnet einen Christen so sehr aus als dies: Friedensstifter zu sein“. Und so schließe ich mit Gebetsruf aus dem Lobgesang des Zacharias, der zum biblischen Motto für den Aufruf zum gerechten Frieden geworden ist: „Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“. Amen

 

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Dezember 2010

 

Schlange stehen zum Segen 

4. Bonner Kirchennacht-Bilanz: „Sehr zufrieden mit großem Zuspruch“ – OB dankt allen Gastgebern – Fortsetzung 2012

 

Die 4. Bonner Kirchennacht hat die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Trotz eisigen Temperaturen haben am Freitagabend weit über 10.000 Menschen stadtweit die Veranstaltungen in 49 Kirchen besucht. Nicht nur die Innenstadtkirchen meldeten zum Teil guten bis sehr guten Besuch.

 

„Die Kirchennacht trifft das Interesse und die Sehnsucht vieler Menschen nach religiösen Erfahrungen und Inhalten“, bilanzierte Ursula Lantzerath, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bonn. „Wir sind sehr zufrieden und glücklich.“ Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch besuchte kurz vor Mitternacht mit seiner Frau noch die „Komplet“, das Nachtgebet im Bonner Münster und dankte den mehr als 400 Helfern, viele von ihnen ehrenamtlich, die „dieses geistliche Großereignis für Bonn“ möglich gemacht haben. Nach Plänen der ACK Bonn wird es die nächste Kirchennacht in zwei Jahren geben. Dabei sei es „durchaus vorstellbar, dass wir dieses Fest auch einmal im Sommer feiern“, so Pressepfarrer Joachim Gerhardt.

 

Temperatur-Opfer: Oboe in der Notkirche im „Klanggrund“ geplatzt

 

Ein Höhepunkt der 4. BonnerKirchenNacht war die eigens vom Malteser Hilfsdienst im „Klanggrund“ im Bonner Loch aufgebaute „Notkirche“. Ein sechs Meter hohes Zelt in Kirchenform. Die ökumenische Kooperation von Polizei Bonn, Notfall- und Polizeiseelsorgern sowie den Maltesern lud zum Nachdenken über Menschen in verzweifelten Lebenslagen. Die berührenden Gespräche mit Betroffenen wechselten mit Opernarien gesungen von der bekannten Sopranistin Ariane von Heyden-Karras. „Notkirchen“-Koordinator, Kriminalhauptkommissar Hermann-Josef Borjans, und mit ihm viele hunderte Besucher erlebten „höchst eindrucksvolle Begegnungen“.

 

Der Bonner Polizeipräsident Wolfgang Albers hatte zum Auftaktgottesdienst in der Zeltkirche Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte“) ausgelegt und deutlich gemacht: „Menschen müssen sich alles von der Seele reden können. Das ist manchmal lebensnotwendig. Christen können das nicht nur mit anderen Menschen, sondern auch mit Gott und darum ist der Glaube so hilfreich.“ Ein Schadensfall, auch das ist Kirchennacht, musste Borjans dann doch beklagen. Trotz kuscheliger Zeltheizung fiel die Oboe des Landespolizeiorchesters der Kälte zum Opfer: Sie platzte.

 

Bahnhofsmission und Kirchenpavillon: „Wie bei Gott im Wohnzimmer“

 

Besonders attraktiv waren vielerorts die Angebote, persönlichen Segen zu empfangen. Nicht nur im Bonner Münster bei Pater Gerd Hemken hieß es Schlange stehen zum Segen. Auch der „Reisesegen“ bei der Bahnhofsmission auf Gleis 1 im Hauptbahnhof sowie der „Segen für Verliebte“ im Kirchenpavillon erfreuten sich großem Zuspruch. Beide Orte in der City waren erstmalig bei der Kirchennacht dabei. „Hier ist es wie bei Gott im Wohnzimmer“, sagte ein beeindruckter Besucher in den kleinen Räumen der Bahnhofsmission. Der kaum größere Kirchenpavillon Nähe Friedensplatz, in dem auch die Bonner Kult-Jazzer „Semmels Hot Shots“ aufspielten, platze aus allen Nähten.

 

Ein Höhepunkt: Klezmernacht in Godesberg ließ 350 Menschen tanzen bis nach Mitternacht

 

Die „große Klezmer-Tanznacht“ in der Friesdorfer Pauluskirche hielt, was sie versprach und lockte mehr als 350 Feier- und Tanzfreudige an. Das bekannte Kölner Klezmer-Trio „A Tickle in de Heart“ machte Stimmung bis in die tiefe Nacht. Dazu gab es koscheres Essen und Trinken. Der Wein, vor allem der rote, allerdings war bald alle. „Die Menschen haben mitgesungen, geklatscht, getanzt und sind beglückt in eine eiskalte Nacht gegangen“, freute sich Pfarrer Siegfried Eckert über die gelungene Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Bonn. Ein Höhepunkt der Kirchennacht – auch weil die Pauluskirche viele Menschen ansprach, die schon lange nicht mehr eine Kirche besucht haben, so der Eindruck von Pfarrer Joachim Gerhardt vom „Team Bonner Kirchennacht“.

 

Einen „tollen Raum zum Tanzen“ bot erneut die Endenicher Trinitatiskirche mit der Tanznacht. An die 200 Besucher verbanden das Motto „Zwischen Himmel und Erde“ und ließen unter fachkundiger Anleitung von Marlene Lautze vom „Arbeitskreis Biblischer Tanz“ die Seligpreisungen Jesu spürbar werden.

 

Trommel, Tanz und Tango in der Lutherkirche

 

Munteres Kommen und Gehen auch in der Lutherkirche, in der ebenfalls getanzt wurde (israelische Rundtänze um den Altar). Und getrommelt und das lautstark und rhythmisch mit „Ansgar Buchholz & Stockwerk M“ im Samba- und Tangotakt. Ein wenig Copacabana in der kalten Bonner Südstadt. Das Publikum forderte Zugabe um Zugabe, auch anschließend von der argentinischen Sängerin Bettina Marugg, die mit „Tango Nuevo“ begeisterte.

 

Publikumsmagneten waren wie die Kirchennächte zuvor die Innenstadtkirchen Münster sowie die Kreuzkirche am Kaiserplatz, von dessen Turmgerüst aus Bläser der Lutherkirche mit „Der Mond ist aufgegangen“ die Kirchennacht stimmungsvoll eröffnet hatten. Viele Hunderte nutzen auch die Chance, die Helenenkapelle, kleine romanische Zimmerkapelle, kunstvoll illuminiert, im SinnLeffers-Gebäude zu besuchen. Junges Publikum fand sich in der traditionsreichen Schlosskirche im Hauptgebäude der Universität, in der Schülerinnen der Liebfrauenschule unter anderem Thomas Manns „Joseph und seine Brüder“ lasen.

 

ACK: „Eindrucksvolles ökumenisches Band zog sich durch die ganze Stadt“

 

Laut Pfarrer Ernst Jochum und Christa Saamer von zentralen Organisations-Team der ACK hat sich in der Bonner Kirchennacht „ein eindrucksvolles ökumenisches Band durch die ganze Stadt gezogen“. Noch nach Mitternacht bevölkerten Besucher die nur mit Kerzen beleuchtete Doppelkirche St. Maria und St. Clemens in Schwarz-Rheindorf. Traditionell großen Zuspruch fanden auch die griechisch-orthodoxe Metropolitankathedrale „Agia Trias“ in Beuel-Limperich sowie die in Deutschland einmalige Amerikanische Kirche in Plittersdorf, die mit zum Teil englischsprachigen Programm und Gospel die Menschen in ihren Bann zog.

 

Erstmals Kinderprogramm ein Erfolg

 

Anklang fand auch das erstmals besonders ausgewiesene Kinderprogramm der Bonner Kirchennacht. Der Taschenlampenführung im stockfinsteren Bonner Münster folgten mehr als 40 Kinder und ebenso viele Eltern. Dem langjährigen altkatholischen Bischof Joachim Vobbe lauschten in der „Nacht der Engel“ in St. Cyprian nicht weniger Kinder bei seinen Geschichten „vom Flauschflügelchen und dem großen Engel“. „Das Kinderprogramm hat sich sehr bewährt und wird bei der kommenden Kirchennacht sicher wiederholt“, so Pressepfarrer Gerhardt.

 

Jugendkirche rockte ab

 

Die Kirchennacht zog auch Jugendliche an. In der Jugendkirche St. Franziskus/Campanile in der Bonner Altstadt zum Beispiel rockten 180 Besucher zu christlicher Rockmusik mit der Band „Crosspoint“. Die Licht- und Bildinstallationen in der modernen Kirche empfanden Besucher als „starkes Kunstwerk", freute sich Bernward Siemes von der Jugendpastorale. Die Jugendnacht schloss besinnlich bei Kerzenschein mit Komplet und Segen durch Stadtjugendseelsorger Meik Schirpenbach.

 

Beeindruckende Vielfalt in 200 Stunden Programm: Kabarett bis Indische Nacht

 

Bonner Kirchennacht – das bedeutet fast 200 Stunden Programm mit großer Vielfalt: Kabarett zum Beispiel. Pastor Herwig Mauschitz hatte das bekannte Kölner Kirchenkabarett „Klüngelbeutel“ gewinnen können, die in der Musikschule Poppelsdorf, dem Gottesdienstraum seiner freikirchlichen Gemeinde, mit ihrem Programm „Gott ist ein Hütchenspieler“ besinnlich-witzig vom Leder zogen und Menschen über alle religiösen und konfessionellen Grenzen hinweg zum Lachen brachten. Selbstironie kann eben doch auch etwas Christliches sein.

 

„Ruhe und Stille Balsam für die Seele“

 

Attraktiv in Godesberg war auch die „Indische Nacht“. Für fast vier Stunden fühlte man sich bei inspirierendem Tanz und scharfen Speisen in St. Marien näher am Ganges als am Rhein. Vieler Ortens positives Echo gab es auf die Stille und Ruhe, die in den Kirchen wie St. Sebastian in Poppelsdorf, dort fast zärtlich von Harfe und Orgel begleitet, oder gänzlich geräuschlos in der Lukaskirche in Bonn-Castell geboten wurde. „In unserer lauten Zeit ist Ruhe Balsam für die Seele“, so eine Besucherin in St. Sebastian. Auch darum gehe sie in eine Kirche.

 

An vielen Orten folgten Menschen der Einladung zum Mitsingen: Adventlich in St. Laurentius in Lessenich oder christlich-modern mit der Lobpreisband „Lisa May Lesch“ im „Centrum Lebendiges Wort“ (CLW) in Bad Godesberg-Schweinheim. In Beuel-Zentrum und Villich fanden sich Besucher im Haus der Gemeinde, der Versöhnungskirche und St. Josef zu Musik und Besinnung zusammen. Geert Müller-Gerbes moderierte mit Verve in St. Paulus einen klassischen Gitarrenabend mit Musik aus fünf Jahrhunderten.

 

Rund 70 Menschen folgten der Einladung zur Kirchennacht auf Lateinisch in der „Nox Latina“ in Alt-St. Nikolaus in Kessenich. Herz Jesu im Godesberger Villenviertel lud á la Weltjugendtag zu einer begeistert aufgenommenen „Nightfever-Feier“. Kontrapunkt in der nahen Christuskirche mit Bela-Bartok-Orgelmusik und kompletten Lesung des Markusevangeliums. Kunst gab den Anstoß zum Nachdenken in dem Gemeindezentrum Mittelstraße der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde mit  Bildimpressionen des Theologen und Künstlers Helmut Kissel zum Thema „Stadt und Kirche – Kirche und Stadt“. Pastor Ulf Beiderbeck erklärte, fast als Bilanz für die ganze Kirchennacht: „Kirchen in der Stadt sind ein Ort der Stille und des Gebets und machen Sinn, wenn sie nicht nur Gebäude, sondern Orte der Besinnung sind.“

 

Text: Joachim Gerhardt/Ernst Jochum/ Ursula Lantzerath/ Christa Saamer/ Harald Uhl

 

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Juni 2009
 
Gemeinsam "in Verantwortung vor Gott und den Menschen
Die Kirchen feiern in Bonn das Grundgesetzjubiläum
 
Ein prächtiges Bild bot sich gestern den Bonnern, als in feierlichem Zug die Repräsentanten der verschiedenen christlichen Kirchen zum ökumenischen Festgottesdienst ins Bonner Münster einzogen:
Das Purpurrot der katholischen und altkatholischen Würdenträger harmonierte mit dem schlichten schwarzen Talar der evangelischen Geistlichen, dem Schwarz-Gold des orthodoxen Metropoliten mit dem Weiß des altlutherischen Bischofs und des anglikanischen Pfarrers und den schlichten dunklen Anzügen der Repräsentanten verschiedener Freikirchen.

 

Herzlich begrüßte Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher als Hausherr und erinnerte an die lange christliche Tradition der Stadt. Zu diesem Gottesdienst aus Anlass des 60. Jahrestags des Grundgesetzes hatte die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Bonn eingeladen. Ihr  Vorsitzender, Pastor Herwig H. Mauschitz,  leitete durch den Gottesdienst. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, rief in seiner Ansprache dazu auf, die Werteordnung des Grundgesetzes, jeden Tag neu mit Leben zu erfüllen. Der Bonner Superintendent, Pfarrer Eckart Wüster, und Bürgermeister Horst Naaß als Repräsentant der Bundesstadt Bonn beteten für die Einheit der Christen und das Wohl des Landes. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD) und Mitglied des Rates der EKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, ermutigte in seiner Predigt dazu, Freiheit in Verantwortung wahrzunehmen und sich als Christ in Staat und Gesellschaft zu engagieren. Der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos von Deutschland, Vorsitzender der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland (KOKiD) betonte den Wert des Gottesbezuges zur Begründung der unantastbaren Menschenwürde. Weiter wirkten mit Bischof Hans-Jörg Voigt (SELK), Präses Roman Siewert (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden) Generalvikar Pfr. Werner Luttermann (Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland), Superintendent Dr. Rainer Bath (Ev.-methodistische Kirche), Pfr. Simon Hobbs (Kirche von England), Rainer Wiebe (Mennoniten), Prof. Stubben (evangelisch-freikirchlich) und Diakon Manfred Schmidt (röm.-kath.), der diesen Gottesdienst angeregt hatte. Die Kollekte ist für die Bonner Tafel bestimmt. Ein Projektchor unter der Leitung von Kathrin Borda regte die Gemeinde zum Mitsingen an. Das Leitwort des Gottesdienstes aus der Präambel des Grundgesetzes, „In Verantwortung vor Gott und den Menschen“, war auch Thema im Grußwort des  Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert, das im Anschluss an den Gottesdienst verlesen wurde.

 

Zu einem anschließenden Empfang im Kreuzgang des Münsters hatte die Stadt Bonn gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bonn eingeladen. Bei strahlendem Wetter konnten hier Bonner Bürger mit Bischöfen, Politikern, Bonner Stadtverordneten, Diplomaten und Repräsentanten von 15 verschiedenen christlichen Konfessionen ins Gespräch kommen. Unter den zahlreichen Gästen des Gottesdienstes waren der russische orthodoxe Erzbischof Longin von Klin, der Kölner Regierungspräsident Hans Peter Lindlar, die Bundesministerin a.D. Dr. Ursula Lehr, unser früherer Bonner Oberbürgermeister Dr. Hans Daniels, Bezirksbürgermeister Helmut Kollig, Bonns Polizeipräsident Wolfgang Albers, die Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber und Dr. Stefan Eisel, die Europaabgeordneten Ruth Hieronymi und Dr. Marie Cassiotou-Panayotopoulos.

 

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Juli 2008

 

Sommerinterview von Pfarrer Gerhardt

mit dem ACK-Vorsitzenden Herwig H. Mauschitz

 

1.) Wenn Sie jeweils eine historische Person aus der katholischen, der evangelischen, der orthodoxen und der baptistischen Denomination zu einem gemeinsamen Abendessen einladen könnten, wen würden Sie einladen?

 

Guiseppe Roncalli, den späteren Papst Johannes den XXIII, den evangelischen Theologen Karl Barth, Athenagoras, den ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel und meinen baptistischen Kollegen den Bürgerrechtler, den Friedensnobelpreisträger Martin Luther King.

 

 

 2.) Sie sind Vorsitzender der Bonner ACK. Was ist eigentlich die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen?

 

Nach den auch die Kirchen erschütternden Erfahrungen des 2. Weltkriegs, begann ein neues Nachdenken darüber, wie die christlichen Kirchen mehr zusammenwachsen und besser gemeinsam reden und handeln könnten. Neben dem weltweiten Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) bildeten sich viele Nationale Kirchenräte. So auch in Deutschland.

 

1948 gründeten in Kassel 5 Kirchen - die Altkatholische Kirche, die Baptisten, die Evangelische Kirche in Deutschland, die Mennoniten und die Methodisten die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. Der erste Vorsitzende war der evangelische Pfarrer Martin Niemöller. 1974 traten die Römisch-Katholische Kirche und die Griechisch-Orthodoxe Metropolie als Vollmitglied der ACK bei. Heute umfasst die Bundes ACK 16 Kirchen als Vollmitglieder, 4 Kirchen sind Gastmitglieder und 3 Kirchen haben den Beobachterstatus.

 

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) versteht sich selbst als "das repräsentative Forum der Kirchen in Deutschland, die sich im Glauben an die sichtbare Einheit der Kirche in Gebet und Gesellschaft, theologischem Dialog, Mission, gesellschaftlichem und sozialem Handeln engagiert".

 

 

3.) Wie lange gibt es die ACK Bonn und wieviele Kirchen, Gemeinschaften gehören zur Zeit dazu?

 

Die Bonner ACK wurde am 16.01.1975 von der Altkatholischen Kirche, den Baptisten, der Evangelischen Kirche, der Griechisch-Orthodoxen Kirche und der Römisch Katholischen Kirche gegründet. Der 1. Vorsitzende war Erzpriester Sokratis Ntallis von der Griechisch-Orthodoxen Kirche. Heute gehören 15 Mitgliedskirchen zur Bonner ACK.

 

 

4.) Eine fiktive Frage: Wenn Gott sich in einem Hotel eintragen müsste, was würde er unter Konfession schreiben?

 

Ich könnte mir vorstellen, dass ER vielleicht eine uns überraschende Antwort eben würde, vielleicht `ökumenisch`? Gott ist ja doch immer größer als unsere jeweilige Konfession. Ich glaube, wir benötigen uns als unterschiedliche Denominationen mit unseren Gotteserkenntnissen, weil unsere jeweiligen Kirchen doch nicht die Gnadenfülle Christi in sich alleine darstellen. Jeder von uns hat in seiner Konfession sein Maß an Gnade empfangen. Hier steht uns auch wechselseitige Demut als Kirchen sicher gut.

 

 

5.) Wie kamen Sie zu Ihrem ökumenischen Engagement, das Sie schon viele Jahre sehr aktiv leben?

 

Dazu möchte ich zweierlei anmerken.

 

1.) Im Johannesevangelium Kap.17,21 betet Jesus: "Ich will, dass sie alle eins sind, damit die Welt glaubt". Der Glaube sucht die Einheit und er gibt keine Ruhe, bis er sie im `Du`, im Anderen entdeckt hat. Darum ist der Glaube selbst ein Motor der Ökumene. Dem einen Herrn entspricht der gemeinsame, freilich vielgestaltige Glaube. Ökumene ist für mich - Einheit in der Vielfalt. 

 

2.) Die Theologie eines Menschen ist ja nicht ohne seine Biographie zu verstehen. Ich bin sicher ein eher unregelmässiges baptistisches Verb. Als Schüler besuchte ich ein katholisches Internat, danach studierte ich baptistische und evangelische Theologie und bin seit 25 Jahren Pastor im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Ferner habe ich in meinem Leben viele Christen aus verschiedenen Konfessionen & Ländern kennengelernt, die - sicher auch bei manchem, was mir in der anderen Tradition fremd blieb - meinen christlichen Glauben förderten und vertieften. Und auch durch meine Tradition konnte ich anderen weiterhelfen. Ebner-Eschenbach sagte mal: " Wer nichts weiss, muß alles glauben". Ich meine, wir wissen oft viel zu wenig über unsere Schwestern und Brüder in den anderen christlichen Traditionen.

 

 

6.) Wie sehen Sie die Zukunft der Ökumene?

 

Ökumene war und ist Bohren von dicken Brettern. Da hilft keine asthmatische Kurzatmigkeit. Entscheidend wird aber sein, dass wir Kirchen uns neu bewußt werden, wofür wir eigentlich da sind, nämlich nicht zum Selbstzweck. Wir sind als Kirchen auch nicht eine Art Verein zur religiösen Denkmalspflege. Wir haben eine entscheidende Aufgabe, wir sollen die Botschaft der Gottes Liebe für die Welt in Wort und Tat so weitergeben, dass der moderne Mensch sie versteht. Gott ist an uns Menschen interessiert und er möchte das unser Leben gelingt. Wo wir den gemeinsamen Auftrag vor Augen haben, werden die Unterschiede zwischen uns nicht aufgelöst, aber sie erhalten ihren zweitrangigen Stellenwert. Wir werden auch entdecken, dass uns als Kirchen viel mehr verbindet als uns trennt. Daher - Ökumene ist die "Zukunftsbranche der Kirche", wie eine Bekannte von mir - Theologieprofessorin - neulich richtig anmerkte. Ökumene ist nicht die Spielwiese unterbeschäftigter kirchlicher Verwaltungsbeamter, sondern sollte Chefsache sein, weil der dreieinige Gott mit seinem Willen und mit seinem Wesen dahinter steht. (Epheser 4,4ff)

 

 

7.) Man stellt heute fest, dass christlich-fundamentalistische Kreise Einfluss gewinnen möchten. Wie steht die ACK zu diesem Phänomen?

 

In einer komplizierten Welt wie der unsrigen heute, wünschen sich manche Menschen wenigstens in Sachen Glauben einfache Antworten. Aus z.T. begreiflicher Sehnsucht nach Vergewisserung im Glauben und nach festen Normen und Werten wird die Bibel, das Fundament unseres Glaubens, zu einem `papierenen Papst` hochstilisiert. Ihre menschliche Seite wird in Abrede gestellt, ihre Geschichtlichkeit ausgeblendet. Die Autorität der Bibel wird in der absoluten Irrtumslosigkeit aller ihrer Einzelaussagen, auch der durchaus zeitbedingten oder naturwissenschaftlich begrenzten, gesehen. Angst regiert die Theologie. Als ACK liegt uns daran, das ernsthafte theologische Gespräch über die Konfessionsgrenzen hinaus zu suchen. Wo der Gesprächspartner eine intellektuelle Verstockheit zeigt, wo er unbelehrbar und dialogunfähig ist, wird es allerdings schwierig. In der Bonner ACK haben wir mit diesem Thema eher in `Spurenelementen` zu tun.

 

 

8.) In unserer Stadt sind verschiedene Religionen vertreten. Wie steht es um den interreligiösen Dialog und wie sieht die ACK diese Thema?

 

Der Dialog zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens ist in unserer Zeit weltweit und vor Ort in Bonn eine unerlässliche Sache. Dazu gehört die Begegnung, das Kennenlernen, das Gespräch. In diesem Zusammenhang fand am 26.08.07 in unserer Stadt der Aktionstag: "Weisst Du, wer ich bin?" statt. Die 3 abrahamitischen Religionen - Judentum, Christentum, Islam - gestalteten gemeinsam einen Tag lang einen bunten Strauß von Kennenlern- und Begegnungsangeboten. Viele Bonner Bürger folgten der Einladung. Diese Aktion sollte eine Fortsetzung finden.

Aber auch mit dem Buddhismus, dem Hinduismus sollten Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden. Eine gute Sache in dieser Richtung war eine Seminartag, den das Ev. Forum, das Katholische Bildungswerk und das Kulturamt der Stadt Bonn 28.05.08 veranstalteten - Titel: `Vielfalt der Religionen in der einen Welt.`

 

 

9.) Welches sind die nächsten Projekte der Bonner ACK?

 

Neben diversen Vortragsveranstaltungen möchte ich besonders auf die 3. Bonner Kirchennacht hinweisen. Am Freitag vor dem 1.Advent, dem Beginn des Kirchenjahres 2009, dem 28. November, werden wieder ca. 50 Kirchen der Stadt zwischen 20:00 und 24:00 zu ganz speziellen Programmen einladen. Wie bei der 1. und 2. Bonner Kirchennacht werden wieder ca 10 000 Besucher erwartet. 

 

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Februar 2008

 

An das Präsidium
des Ökumenischen Kirchentages 2010
z. Hd. der Präsidenten
Herrn Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel
Herrn Prof. Dr. Hans Joachim Meyer

z. Zt. in Fulda

  

Sehr geehrte Herren Präsidenten,

sehr geehrte Damen und Herren!

 

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bonn (ACK Bonn) sieht mit Freude und zuversichtlicher Erwartung dem Ökumenischen Kirchentag 2010 in München entgegen und begleitet die Vorbereitungen mit ihrem Gebet.

 

Die ACK Bonn bittet sehr herzlich, auch dem Anliegen von Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Harding Meyer (ehemaliger Direktor des Instituts für Ökumenische Forschung Straßburg) im Programm des ÖKT Raum zu geben. Für einen positiven Fortgang der ökumenischen Bemühungen um Kirchengemeinschaft hält er eine gemeinsame verbindliche Vergewisserung des in den bisherigen ökumenischen Dialogen (bes. auf Weltebene) Erreichten für dringend notwendig[1].

 

Kardinal Karl Lehmann hat im Eröffnungsreferat auf der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 2007 diesen Vorschlag aufgenommen. Er sagte:

Vieles von dem, was in den letzten Jahrzehnten im ökumenischen Gespräch erreicht worden ist, ist in letzter Zeit aus mehreren Gründen nicht mehr präsent, vergessen oder auch verdrängt worden. Vielleicht ist es deshalb auch an der Zeit, sich zu fragen, ob wir nicht eine Zwischenbilanz vornehmen müssen über das, was schon erreicht ist. Ich möchte deshalb einen Vorschlag von H. Meyer mir zu Eigen machen, der auf dem Weg der kirchlichen Rezeption „In-via-Erklärungen“ als Vergewisserungen wachsender Glaubensgemeinschaft und für den festzuhaltenden Ertrag des Dialogs gefordert hat und dabei auch einen thesenhaften Vorschlag gemacht hat[2], von dem ich glaube, dass man ihm – eben als Vorschlag, der noch zu diskutieren ist – in hohem Maß zustimmen kann. Es ist gut, wenn wir auf einen hochverdienten, kompetenten Pionier des evangelisch-katholischen Dialogs der letzten Jahrzehnte hören. Dazu möchte ich alle einladen.

 

Landesbischof Dr. Friedrich Weber hat diesen Vorschlag H. Meyers ebenfalls voll übernommen[3], und nach Landesbischof Christoph Kähler trifft „Lehmanns Vorschlag, eine ökumenische Zwischenbilanz zur Vergewisserung zu ziehen“, auch in der EKD „auf offene Ohren“[4].

 

Dieser für den Fortgang der Ökumene so wichtige und förderliche Vorschlag entspricht auch dem (noch nicht voll eingelösten) Wunsch des Papstes Johannes Pauls II., der in seiner Ökumene-Enzyklika „Ut unum sint“ (1995) schreibt:

Während der Dialog über neue Themenbereiche weitergeht oder sich auf tiefer reichenden Ebenen entwickelt, haben wir eine neue Aufgabe zu lösen: wie nämlich die bisher erzielten Ergebnisse angenommen werden sollen. Sie dürfen nicht Aussagen der bilateralen Kommissionen bleiben, sondern müssen Gemeingut werden. Damit das geschieht und sich auf diese Weise die Gemeinschaftsbande festigen, bedarf es einer ernsthaften Untersuchung, die in verschiedenen Weisen, Formen und Zuständigkeiten das Volk Gottes als ganzes einbeziehen muss. Es handelt sich nämlich um Fragen, die häufig den Glauben betreffen, und sie erfordern die allseitige Übereinstimmung, die von den Bischöfen bis zu den gläubigen Laien reicht, die alle die Salbung mit dem Heiligen Geist empfangen haben (LG 12). Es ist derselbe Geist, der dem Lehramt beisteht und den sensus fidei weckt.“ (Nr. 80)

 

Wo wäre ein geeigneterer Ort, das gemeinsam Erreichte als „festzuhaltenden Ertrag des Dialogs“ (H. Meyer) zum „Gemeingut“ werden zu lassen, als ein ökumenischer Kirchentag? Deshalb bittet die ACK Bonn das Präsidium bzw. den Vorstand der Planungsgruppe, Foren für dieses so dringliche Anliegen vorzusehen und damit die auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003 unterzeichnete Charta Oecumenica mit Leben zu erfüllen.

 

Mit dem Wunsch für ein segenreiches Gelingen des Ökumenischen Kirchentags grüßt Sie

 

die ACK Bonn.

 

Für die Vollversammlung

 

Pastor Herwig H. Mauschitz

Vorsitzender

 

Ursula Lantzerath

Pfarrer Michael Schäfer

Dr. Konstaninos Vliagkoftis

Mitglieder des Vorstandes

Für den theologischen Arbeitskreis

 

Prof. Dr. Hans Jorissen

Vorsitzender des theol.

Arbeitskreises

 

 

In Kopie an:

- das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, Hochkreuzallee 246,

   53175 Bonn

- den Deutschen Evangelischen Kirchentag, Magdeburger Str. 59,

   36037 Fulda

- die ACK in Deutschland, Ökumenische Centrale, Ludolfusstr. 2-4,

   60487 Frankfurt a.M.

zur Kenntnisnahme


[1] Harding Meyer, Stillstand oder neuer Kairos? Zur Zukunft des evangelisch-katholischen Dialogs, in: Stimmen der Zeit, 132 (2007), Heft 10 (Oktober), 687-696, bes. 690-696.

[2] Es handelt sich um das Verständnis des Abendmahls/der Eucharistie; des kirchlichen Amtes und der Kirche.

[3] F. Weber, Kirchen wachsen zusammen. Mutige Schritte auf dem gemeinsamen Weg gehen, in: KNA-ÖKI, Dokumentation Nr. 16, 4. Sept. 2007, 1-6, hier: 4f.

[4] KNA-ÖKI Nr. 40/41, 2. Okt. 2007, 1.

 

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21.1.2008

 

Ökumenischer Gottesdienst im Polizeipräsidium

 

An einem ungewöhnlichen Ort feierte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bonn am Sonntag, dem 20. Januar 2008, einen ökumenischen Gottesdienst. Zum Thema „Gewalt überwinden“ fanden sich rund 130 Personen in den Räumen der GeSa im Polizeipräsidium ein.

 

Nach der feierlichen Einstimmung durch einen afrikanischen und einen Posaunenchor begrüßten Polizeipräsident Wolfgang Albers und die Theologin Ursula Lanzerath die Gäste der umliegenden Bonner Kirchengemeinden.

 

Neben Liedern, Gebeten und Lesungen wurden auch Fürbitten gesprochen, u.a. für

  • Menschen, die Opfer von Gewalt geworden sind;

  • Menschen, die in der Gewaltvorbeugung und im Opferschutz tätig sind;

  • Menschen, die selbst Gewalt und Leid hervorgerufen haben;

  • Situationen, in denen Gewalt vorkommt.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich in einem improvisierten "Stehcafé" in der GeSa-4 gedanklich auszutauschen.

 

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31.8.2007

 

Lebendig und kräftig

- Der ökumenische Oxfordbesuch (6.-11.6.2007)

 

Lebendig und kräftig - so kann, in Anlehnung an das Kirchentagsmotto, die ökumenische Partnerschaft Bonn-Oxford der ACK-Bonn im Rahmen der traditionsreichen Städtepartnerschaft nach den diesjährigen Erfahrungen gekennzeichnet werden. Mit 22 Gasten aus Oxford - darunter zahlreiche erstmals in Bonn - wurde das anhaltende Interesse der englischen Part­ner deutlich, die vom 6.-11. Juni - diesmal einen Tag langer als üblich - bei privaten Gastgebern in Bonn, Bornheim, Königswinter und Wachtberg (auch unter ihnen zahlreiche erstmals dabei) betreut wurden. Mit dem Thema ,,Soziale Gerechtigkeit - Gerechtigkeit durch Bildung" war ein anspruchsvolles Motto der Begegnungstagung vorgegeben, dem durch die Re­ferate und Diskussionen in vollem Maße entsprochen wurde.

 

Als Tagungsorte dienten das Dietrich-Bonhoeffer-Haus der Evangelischen Studierendengemeinde, das (neue) Haus des Katholischen Bildungswerkes, die katholischen Familienbildungsstätte und die Krypta der Kreuzkirche und damit auch vom Rahmen her zentrale Bildungsstatten in Bonn. Bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Referate und gestalteten die Diskussionen zur einleitenden Bibelarbeit von Pfarrer Dr. Edzard Rohland aus Bonn, zum Bildungsprogramm des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf/Bossey durch Rev. Dr. Donald Norwood aus Oxford, über christliche Bildungsziele durch die stellv. Leiterin des Amos-Comenius-Gymnsasiums in Bonn-Bad Godesberg, Dr. Cordula Grunow und über Erwachsenenbildung in England durch Dr. Bob Purdie aus Oxford sowie Erfahrungen mit Seniorenprogrammen an deutschen Universitäten durch Prof. Dr. Eckard Freyer, Bonn. Dazwischen lag ein eindrucksvoller Tag beim Evangelischen Kirchentag in Köln mit Beteiligung vorwiegend an zweisprachigen Veranstaltungen und Begegnungen u.a. mit den Friedensnobelpreistragern Erzbischof Desmond Tutu und Mohammad Yunuz, für alle englischen Gaste eine erstmalige Erfahrung.

 

Der Abend des 9. Juni bot im gastfreundlichen Zentrum Mittelstraße der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) bei einem geselligen Beisammensein Gelegenheit zum Treffen mit Gastgebern, interessierten Bonner Ökumenefreunden und Teilnehmern an früheren Oxfordbegegnungen, umrahmt von deutschen, englischen und schottischen Volksliedern. Der Sonntagnachmittag - nach dem Besuch lokaler Gottesdienste - wurde für eine Busexkursion zu kulturellen Sehenswürdigkeiten im Siebengebirge in Heisterbacherrott, Oberpleis und Bruchhausen und einer Kunstmeditation mit dem Bildhauer und Maler Hanns-Frerk Verhey mit Werkbeispielen im Evangelischen Gemeindezentrum Niederbachem genützt.

 

Mit herzlichem Dank verabschiedeten sich die Gaste am 11. Juni und sprachen eine Gegeneinladung für 22.-26. Mai 2008 nach Oxford aus. Die Bonner Interessenten werden diesen Gegenbesuch auf einem Treffen im November d. J. organisatorisch und thematisch vorbereiten.

 

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6.8.2007 

 

Gemeinsam handeln

für Frieden und

Gerechtigkeit in

Bonn

 

Ein Tag der Interreligiösen Begegnung

 

Sonntag, 26. August 2007

13 bis 18 Uhr auf dem Bonner Marktplatz

 

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Sonntag, 26. August 2007

Programm auf dem Bonner Marktplatz

 

13.00 Uhr

Kinderfriedenschor aus dem Musical von F. Bauer: Paxx - Ring of Light

 

13.30 Uhr

Grußwort der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann

 

14.00 Uhr

Podiumsgespräch mit Vertretern der Religionsgemeinschaften

Moderation: Sup.i.R. Burkhard Müller

 

Unterzeichnung der Kölner Friedensverpflichtung

 

15.00 Uhr

Islamische Gesänge - llahi

 

15.30 Uhr

Interreligiöse Initiativen stellen sich vor

Moderation: Sup.i.R. Burkhard Müller

 

16.15 Uhr

Gospelchor „Wave of Joy"

 

17.00 Uhr

Aus den Anfängen des interreligiösen Dialogs: Muhamed A. Hobohm im Gespräch

 

17.30 Uhr

Naarot Aviv - Jüdische Tänze

 

 

... außerdem auf dem Markt:

- Stände der Religionsgemeinschaften

- Essen und Trinken

- Spiele und Aktionen für Kinder im interreligiösen „Kinderzelt"

- Gebetszelt

 

 

Fachworkshops

 

Für Lehrer/innen und Erzieher/innen

Samstag, 25. August 2007, 11.00-16.30 Uhr

Ort: Katholisches Zentrum, Fritz-Tillmann-Straße 11-13, Bonn

 

Mitwirkend: Ev. Schulreferat (0228-68 80 180), Kath. Schulreferat (0228-68 80 780), Rat der Muslime

 

Nähere Informationen bei den Schulreferaten, Anmeldung bis 16. August

 

Für Erzieher/innen, Pfarrer/innen, Pastorale Dienste

Mittwoch, 5. September 2007,17.00-20.00 Uhr

Ort: Rat der Muslime, Adenauerallee 13, Bonn

 

Mitwirkend: Kirchliche Bildungswerke, Fachberatung für Tageseinrichtung, Rat der Muslime. Anmeldung: 0228-429790

 

 

Träger des Projekts:

- Arbeitgemeinschaft Christlicher Kirchen Bonn

- Ev. Kirchenkreis Bonn

- Ev. Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel

- Katholikenrat Bonn

- Rat der Muslime Bonn

- Synagogengemeinde Bonn

 

www.weisstduwerichbin-bonn.de

 

Schirmherrschaft: OB Bärbel Dieckmann

 

Wir danken für Unterstützung:

- Die Stadtwerke Bonn

- Die Stadt Bonn

 

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3.5.2007

 

NEUER VORSTAND GEWÄHLT

Die Vollversammlung der Bonner Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, in der 15 Denominationen zusammenarbeiten, hat in ihrer Vollversammlung am  3. 5. einen neuen Vorstand dieses  Ökumenegremiums gewählt. Gewählt wurden die röm.-katholische Theologin Ursula Lantzerath, sowie die 3 Theologen Herwig H. Mauschitz (ev. freikirchlich), Michael Schäfer (evangelisch) und Dr. Konstantinos Vliagkoftis (gr.-orthodox). Zum Vorsitzenden der Bonner ACK wurde für 2 weitere Jahre Pfr. Mauschitz wiedergewählt. 


(c) Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Bonn
2007-2012