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Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen
(ACK) In Bonn

 

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Alt-Katholische Kirche

 

Centrum Lebendiges Wort (CLW)

 

Die Heilsarmee

 

Ev.-Freikirchl. Gemeinde - Baptisten -Bonn (EFG)

 

Die Evangelische Kirche in Bonn

 

Ev.-methodistische Kirche (EmK)

 

Ev. Frankophone Gemeinde Bonn

 

Griechisch-Orthodoxe Kirche

 

Anglikanische Kirche

 

Römisch-Katholische Kirche

 

Selbständige Ev.-Luth. Kirche (SELK)

 

Weltweite Kirche Gottes

 

American Protestant Church Bonn

 

Die Bonner ACK-Kirchen stellen sich vor

 

 

Die Alt-Katholische Kirche

 

Das I. Vatikanische Konzil 1869/70 fasste zwei folgenschwere Beschlüsse:

1. Der Papst kann allein, ohne Zustimmung der Kirche, in Fragen des Glaubens und der Moral unfehlbare, zwingenden Gehorsam fordernde Aussagen machen (Unfehlbarkeitsdogma).

2. Der Papst ist der alleinige und oberste Gesetzgeber, Leiter und Richter in allen kirchlichen Fragen (Dogma der Universaljurisdiktion).

Das Vorhaben und die Durchsetzung dieser Dogmen stieß auf den Widerstand vieler katholischer Christen. Alle, die den neuen Glaubenssätzen widersprachen, wurden mit der großen Exkommunikation belegt (Ausschluss aus der röm. kath. Kirche).

Die Exkommunizierten wollten an dem Glauben der alten katholischen Kirche festhalten. So sahen sie sich gezwungen eigene Gemeinden zu bilden, Bischöfe zu wählen und sich zu Bistümern zusammenzuschließen.

Dies führte zu folgenden Reformen:

Einführung der Muttersprache in allen gottesdienstlichen Feiern

Abschaffung der Gebühren für geistliche Amtshandlungen

Gleichberechtigung der sakramentalen Bußfeier neben der Einzelbeichte

Volle Mitsprache aller Gemeindemitglieder, z.B. in Gemeindeversammlungen, Bistums- und Landessynoden, Wahl der Pfarrer, der Bistumsleitung und des Bischofs

Ökumenische Selbstverpflichtung nach dem Prinzip „Einheit in der Vielfalt“, (Bonner Unionskonferenzen 1874/75), woraus die Kirchengemeinschaft mit allen anglikanischen Kirchen (1931) und die Vereinbarung zur gegenseitigen Teilnahme an der Eucharistie/Abendmahl zwischen den evangelischen Landeskirchen und der Alt-Kath. Kirche in Deutschland entstanden ist (1985)

Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten (zweite kirchliche Trauung Geschiedener Wiederverheirateter)

Aufhebung des Pflichtzölibats (1878), auch für die Bischöfe

Wiedereinführung des Diakonenamtes für Frauen (1982)

Zulassung der Frauen zum dreifachen kirchlichen Amt (Diakon, Priester, Bischof), (1994).

 

Mit der Orthodoxie (Ökum. Patriarchat von Konstantinopel) und mit der röm. kath. Kirche finden Verhandlungen über gegenseitige Annäherung und pastorale Vereinbarungen statt; die Kommissionen tagen regelmäßig.

Ebenfalls tagt regelmäßig eine Kommission der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Deutschland und der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland.

 

Pfarrerin Henriette Crüwell; Tel. 321966; bonn(at)alt-katholisch.de

 

 

Centrum Lebendiges Wort (CLW) - eine Pfingstgemeinde

 

Pfingstgemeinden allgemein: Von 1906 bis 1908 entstanden erste Gemeinden der heutigen Pfingstbewegung. Nach dem 2. Weltkrieg gründete sich in Deutschland der heute größte Bund von Pfingstgemeinden, der BFP. Weltweit gehören mehr als 500 Millionen Christen zu den Pfingstlern und Charismatikern (Quelle: Barrett-Johnson, 2005). Das namengebende Merkmal der Pfingstgemeinden ist der Glaube, dass der Heilige Geist an Pfingsten die Jünger Jesu erfüllt hat und dies seitdem jedem Menschen erfahrbar ist. Pfingstgemeinden zeichnen sich aus durch ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl, das durch die Lebendigkeit der immer wieder gemachten Erfahrung der Präsenz Gottes ständig neue Kraft erhält. Grundlage der Glaubenslehre in Pfingstgemeinden ist ein evangelisches Glaubensbekenntnis.

 

Geschichte der Ortsgemeinde: Sie wurde 1963 nach einer mehrwöchigen Zeltmission gegründet; ein erstes (angemietetes) Gebäude stand in der „Sürst“. Ein Jahr später wurde die „Freie Christengemeinde Bonn e.V.“ ins Vereinsregister eingetragen. Nach mehreren Standorten in Bonn ( auch mit angegliedertem Altenheim) wurde wegen des stetigen Wachstums der Gemeinde schließlich 1993/94 der Bau eines größeren Gemeindezentrums nötig. Aus der „Muttergemeinde“ ging 1995 unter Pastor Gerhard Uphoff, die „Freie Christengemeinde Elim“ in der Römerstraße hervor.

 

Aktuell: Das „Centrum Lebendiges Wort“ (CLW) ist eine internationale, evangelistisch ausgerichtete Gemeinde. Sonntagsgottesdienste (10 h) und Kindergottesdienste werden von Mitgliedern und Gästen aus ca. 60 Nationen besucht. Familiengottesdienste und Veranstaltungen werden in 8-10 Sprachen simultan übersetzt. Für Kinder vom Babyalter an, für Jugendliche und für junge Erwachsene werden Andachten und Angebote in altersgemäßen Kleingruppen bereitgehalten. Die christlichen Pfadfinder „Royal Rangers“ treffen sich gemeindeübergreifend samstags im CLW. Zur Gemeinde gehört die mehrsprachige Kindergarten-Tagesstätte. Gemeindeleiter und Hauptpastor Mario Wahnschaffe lenkt gemeinsam mit den Ältesten die Gemeinde. Seit Oktober 2004 befinden sich 2 Missionare des CLW in Ghana. Das CLW hat den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR).

 

Freie Christengemeinde Bonn e.V., „Centrum Lebendiges Wort“; Quellenstr. 17; Tel. 8868 871; office(at)clw-bonn.de ; www.clw-bonn.de

 

 

Die Heilsarmee

 

Fritz Schaaff begann 1886 in Stuttgart nach dem Vorbild des Gründers der Heilsarmee, William Booth, mit der Pionierarbeit in Deutschland. 1894 arbeiteten bereits 84 Heilsarmeeoffiziere in 24 Korps (Gemeinden) und am Nationalen Hauptquartier (Hauptverwaltung) in Stuttgart. Mit der Eröffnung des ersten Mädchenheims in Berlin 1897 begann offiziell die soziale Tätigkeit in Deutschland, die sich anschließend im ganzen Land ausbreitete. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Heilssoldaten eine bekannte Erscheinung im Straßenbild der Großstädte. In der Zeit von 1940 bis 1945 war die Tätigkeit der Heilsarmee vielerorts ohne Angabe von Gründen in der Öffentlichkeit untersagt. In der ehemaligen DDR durften nach dem Mauerbau 1961 keine Versammlungen mehr durchgeführt werden. In der Bundesrepublik hingegen erhielt die Heilsarmee den Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts. 1961 wurde das Nationale Hauptquartier von Berlin nach Köln verlegt. Nachdem im März 1990 die Heilsarmee in der ehemaligen DDR wieder zugelassen wurde, konnte die damalige Generalin Eva Burrows am 16. Juli gleichen Jahres in Leipzig das erste Korps eröffnen.

Seit 1907 hat die Heilsarmee ein Korps in Bonn. Sonntags ist um 18 Uhr Gottesdienst. Daneben gibt es Angebote für Frauen. Die Kleiderkammer bietet gute Kleidung zu günstigen Preisen. Montags und freitags ist um 18 Uhr gemeinsames Abendessen mit anschließender Bibelstunde, in der über die Bedeutung der Bibel für den Alltag nachgedacht wird. Die Arbeit des Korps leitet Kapitän Frank Kellenberger.

 

Die Heilsarmee, Kaiserstraße 65; Tel. 223431; heilsarmee.bonn(at)web.de

 

 

Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde - Baptisten - Bonn (EFG)

 

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde - Baptisten - Bonn (seit 2004 im neuen GZM - GemeindeZentrumMittelstraße 39) ist eine von ca. 820 bundesweit im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG - Körperschaft des öffentlichen Rechts) zusammengeschlossenen Gemeinden. Der BEFG ist Deutschlands größte evangelische Freikirche und umfasst ca. 83.000 Mitglieder.

Etwa 90% der im BEFG zusammengeschlossenen Gemeinden sind - wie auch in Bonn -  Baptistengemeinden. Weltweit sind in der Baptist World Alliance, zu der der BEFG gehört, ca. 41 Millionen getaufte Christen zusammengeschlossen. Baptisten erreichen aber eine weitaus größere Zahl an Menschen, weil in den Mitgliedsstatistiken ungetaufte Kinder und sog. Freunde ohne Mitgliedsstatus nicht gerechnet werden. Baptisten stellen damit eine der größten protestantischen Kirchen überhaupt dar. Persönlichkeiten aus ihren Reihen wie der Freiheitskämpfer Dr. Martin Luther King, die ehemaligen Präsidenten der USA Jimmy Carter und Bill Clinton oder die Gospelsängerin Mahalia Jackson sind auch bei uns bekannt.

Der Name “Baptisten” (Täufer) verweist auf eine der Besonderheiten der Freikirche. In ihrer Zuwendung zur Botschaft des Neuen Testamentes entdeckten die ersten Baptisten neben anderen Dingen, dass die christliche Taufe als Gläubigentaufe (s.u.) zu praktizieren sei. Ihre Geschichte beginnt im Beginn des 17. Jahrhunderts bei englischen Glaubensflüchtlingen in Amsterdam, entwickelte sich in den Folgejahren besondes auf englischem, dann auf nordamerikanischem Boden. 1834 wurde in Hamburg die erste deutsche Baptistengemeinde gegründet.

 

Die EFG Bonn feierte 2004 ihr 50jähriges Gemeindejubliläum. Sie gehörte 1975 zu den Gründungsmitgliedern der Bonner Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Auch zur Evangelischen Allianz pflegt sie Kontakte. Das Apostolische Glaubensbekenntnis macht deutlich, was wir glauben. Wir praktizieren die Gläubigentaufe, d.h. wir taufen Menschen, die auf Grund ihres persönlichen Glaubens an Jesus Christus die Taufe wünschen.

Als Gemeinde verwalten wir uns basisdemokratisch. Wir pflegen ein gabenorientiertes Gemeindeleben mit flacher Hierarchie. Das Leitungsgremium ist die "Gemeindeleitung". Die Gemeindefinanzen werden durch freiwillige Beiträge und Spenden getragen. Neben dem Gemeindepastor, Dr.theol. Ulf Beiderbeck und der Kinder- und Jugendreferentin, Gaby Lux, tragen ca. 100 ehrenamtliche Mitarbeiter die vielfältigen Gemeindeangebote während der ganzen Woche. Die Hauptgottesdienste sind sonntags um 10.30 – im Anschluss öffnet das Gemeinde-Café. Der Gemeinde ist eine "Impuls" Filiale (Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle) angeschlossen.


Gemeindebüro: Tel. 2590080; info(at)efg-bonn.de ; www.efg-bonn.de

 

 

Die Evangelische Kirche in Bonn

 

In der Bundesstadt Bonn leben heute fast 80.000 evangelische Christen - das sind fast 24 Prozent der Stadtbevölkerung, für eine ursprünglich sehr katholische Stadt eine bemerkenswert hohe Anzahl. Denn nach der Reformation waren die Protestanten nur eine kleine Minderheit im Großraum Bonn, die zudem im Untergrund leben mussten. Die älteste evangelische Kirche aus dieser Zeit ist die alte evangelische Kirche in Bonn-Oberkassel aus dem Jahr 1683. Mit den Preußen wuchs die Zahl der Protestanten zu Beginn des 19. Jahrhunderts erstmalig deutlich an, auf bis zu 14 Prozent der Bevölkerung. Erste offizielle evangelische Gottesdienststätte wurde 1818 die schmucke Schlosskirche im Hauptgebäude der Universität. Hier werden auch heute noch jeden Sonntag im Semester Gottesdienste gefeiert. 1870, zur Zeit des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm II, erbauten sich die Bonner Protestanten die Kreuzkirche am Kaiserplatz als evangelische Stadtkirche. Infolge der Flüchtlingsströme nach dem II. Weltkrieg und mit Bonn als Bundeshauptstadt kamen nach 1945 wieder viele Protestanten an den Rhein. Ihr Anteil wuchs schnell auf nahezu ein Viertel der Stadtbevölkerung. So ist die evangelische Kirche heute ein wesentlicher Faktor in der Stadt: gottesdienstlich, spirituell, kulturell und diakonisch. Es gibt evangelische Kindergärten und Schulen, die sich großer, auch überkonfessioneller Beliebtheit erfreuen.

Stadtweit verteilt sich die evangelische Kirche auf 15 Gemeinden. Sie sind zugeordnet den Kirchenkreisen Bonn, Bad Godesberg - Voreifel und an Sieg und Rhein, die sich 1968, kurz vor der kommunalen Gebietsreform, aus dem einen Kirchenkreis Bonn gebildet hatten. Zum Kirchenkreis Bonn, der auf Bonner Stadtgebiet das alte "Bonn 1" umfasst, gehören seitdem die Gemeinden Bornheim und Hersel. Der Kirchenkreis An Sieg und Rhein umfasst das rechte Rheinufer auf Bonner Stadtgebiet und den dortigen Rhein-Sieg-Kreis. Der Kirchenkreis Bad Godesberg - Voreifel reicht linksrheinisch bis Bad Münstereifel, Euskirchen und Zülpich.

In dieser Gesamtregion leben fast 240.000 evangelische Christen, Tendenz steigend (10.000 mehr als noch vor 14 Jahren). Auch als Folge des neuen Angebots der Kircheneintrittsstelle in Bonn zählen die Protestanten in Bonn derzeit mehr Wiedereintritte als Kirchenaustritte. In der Wiedereintrittsstelle waren es in gut zwei Jahren mehr als 500.

Das Leben in den Gemeinden geschieht auf der Grundlage der Bibel als Heiliger Schrift Alten und Neuen Testaments, der altkirchlichen und reformatorischen Bekenntnisschriften und der Barmer Theologischen Erklärung von 1934: „Jesus Christus baut und erhält seine Kirche durch sein Wort und Sakrament in der Kraft des Heiligen Geistes bis zu seiner Wiederkunft.“

Grundanliegen der Verkündigung in den Evangelischen Gemeinden und Einrichtungen ist die reformatorische Erkenntnis, dass Gott jeden Menschen unabhängig von dessen Leistungen und Werken allein aus freier Gnade angenommen hat. Dadurch wird verantwortliches Handeln für die Menschen und diese Welt nicht Voraussetzung für die Zuwendung Gottes, sondern ist dankbare und fröhliche Nachfolge.

 

Presseprecher Pfr. Joachim Gerhardt; Tel. 6880301; presse(at)bonn-evangelisch.de

 

 

Evangelisch-methodistische Kirche (EmK)

 

Die Wurzeln der Evangelisch-methodistischen Kirche gehen zurück auf eine Erweckungsbewegung innerhalb der Anglikanischen Kirche Mitte des 18. Jhds. Die englische Staatskirche war damals so in Lehrstreitigkeiten und erstarrten Formen gefangen, dass sie die einfache Bevölkerung mit ihren zunehmenden sozialen Nöten nicht mehr ansprach. Hier setzte das Wirken des anglikanischen Pfarrers John Wesley (1703-1791) an. Er und seine Mitstreiter hatten sich schon als Studentengruppe in Oxford mit diesen Defiziten beschäftigt, und weil sie sich um einen besonders konsequenten christlichen Lebensstil bemühten, wurden sie als “Methodisten” verspottet.

Sie gingen hinaus zu den Menschen auf die Straßen und Plätze und verkündeten ihnen das Heil durch Jesus Christus und verbanden damit ein so starkes soziales Engagement, dass England von einer “sozialen Revolution” verschont blieb. Diese Bewegung breitete sich über Irland nach Nordamerika aus. In den USA wurde sie schnell zu einer selbständigen Kirche, während die Loslösung von der Anglikanischen Kirche in England erst nach Wesleys Tod erfolgte. Durch deutsche Auswanderer, die Mitte des 19. Jahrhunderts aus Amerika und England in ihre Heimat zurückkehrten, kam der Methodismus nach Deutschland.

Es gab zunächst vier methodistische Zweige, die nach und nach vereinigt wurden, zuletzt 1968 zur “EmK” in ihrer heutigen Form. Eine gemeinsame Kirchenordnung regelt Fragen der Lehre und Organisation. Die Struktur ist demokratisch. Pastoren und Laien arbeiten gleichberechtigt zusammen. Alle kirchlichen Ämter stehen auch Frauen offen. Seit April 2005 steht mit Bischöfin Rosemarie Wenner erstmals eine Frau an der Spitze der EmK Deutschland. Ihr Vorgänger, Bischof i.R. Dr. Walter Klaiber, ist Präsident der ACK Deutschland.

Von Anfang an arbeitete die EmK auf allen Ebenen in der Ökumene mit. Sie vertritt weder Sonderlehren noch irgendwelche Extreme. Ihre Grundlage ist die biblische Botschaft von der Liebe Gottes. Gaube und soziales Handeln gehören zusammen. Die EmK trägt die typischen Merkmale einer Freikirche: bewusste Entscheidung zur Mitgliedschaft und Mitarbeit, freiwillige finanzielle Beiträge und eine persönliche familiäre Atmosphäre. Das ist auch für die EmK-Gemeinde in Bonn charakteristisch. Weltweit gehört die methodistische Kirche mit rund 70 Mio. Anhängern zu den größten protestantischen Kirchen. In Deutschland gibt es etwa 63.000 Mitglieder. Während es in Süddeutschland und Südsachsen große volkskirchenartige Gemeinden gibt, ist die EmK nördlich des Mains in einer Diasporasituation.

Gottesdienst für Ausgeschlafene: (im Gemeindesaal d. Ev. Friedenskirche, Franz-Büchler-Str. 10) sonntags in der Winterzeit um 17.00 Uhr, Sommerzeit um 18.00 Uhr.

 

Ansprechpartnerin vor Ort: Gisela Thimm, Tel. 0228-283081, E-Mail gisela.thimm(at)emk.de.

Zuständiger Pastor: H. Van Jollie, dienstlich 0211-357795, E-mail: van.jollie(at)emk.de

 

 

Die Evangelische Frankophone Gemeinde Bonn, Düsseldorf und Region

(Communauté Protestante de langue Française de Bonn, Düsseldorf et région)

 

Seit über 30 Jahren gibt es in Bonn eine protestantische Gemeinde französischer Sprache. 1985 wurde ein eingeschriebener Verein gegründet. Durch die ausländischen Botschaften, die internationalen Organisationen und die Institute der Universität nahm der Anteil der französischsprachigen Bevölkerung in Bonn stark zu. Auch nach dem Umzug der Bundesregierung lebt die französisch-sprachige Gemeinde weiter, getragen vom Engagement ihrer Mitglieder, die zwischen Koblenz und Ratingen leben. Die gemeindlichen Aktivitäten haben sich auf die ganze Region ausgeweitet, zu Bonn ist Düsseldorf als zweites Gemeindezentrum hinzugekommen. Viele Gemeindeglieder stammen aus französisch-sprachigen Staaten des afikanischen Kontinents (besonders Tschad, Kamerun, Kongo-Kinshasa, Kongo-Brazzaville, Côte d’Yvoire, Madagaskar) aber auch aus Frankreich, Belgien, Kanada und der Schweiz.

Konfessionell spiegelt sich in der Frankophonen Gemeinde das gesamte Spektrum des Protestantismus wider: französische Hugenotten, Lutheraner, Baptisten, Methodisten, Presbyterianer und Angehörige von Pfingstkirchen versammeln sich zu den Gottesdiensten, die in der Rigal’schen Kapelle in Bonn-Bad Godesberg (jeweils um 11 Uhr) und in der Melanchthonkirche in Düsseldorf (jeweils am letzten Sonntag im Monat um 12 Uhr) stattfinden. Unsere durchschnittlich sehr junge Gemeinde ist ein Stück gelebte Ökumene. Viele gemischt nationale Familien sind auch gemischt konfessionell, v.a. evangelisch-katholische, aber auch einige christlich-muslimische Familien zählen zu unseren Gemeindegliedern. Nicht nur die europäische und die afrikanische Kultur sind in den Gottesdiensten präsent. Bei den Festen und in den Liedern und Gebeten wird ein Stück von der weltweiten Kirche exemplarisch erfahrbar und das Christsein im Miteinander der verschiedensten Menschen gelebt.

Neben den Gottesdiensten finden regelmäßig Bibelgesprächskreise in Bonn, Köln und Düsseldorf, Deutschkurse für Ausländer/innen, Unterricht an den französischen Schulen sowie Kinderaktivitäten in den Ferien statt. Ein gutes Verhältnis besteht zu den beiden katholischen Schwestergemeinden in Bonn und in Düsseldorf, mit denen wir monatliche Bibelabende sowie ökumenische Gebetsfeiern veranstalten.

Die Gemeinde wird unterstützt von der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie den Kirchenkreisen Bad Godesberg-Voreifel, an Sieg und Rhein und Bonn. Sie ist Mitglied der Vereinigung französischsprachiger Auslandskirchen CEEEFE (Communauté des églises d’expression française à l’extérieur) des Französischen Kirchenbundes FPF (Fédération Protestante de France).

 

Pfarrerin Kirsten Schönewolff; Tel. 3240562; kirsten.schoenewolff(at)rub.de

 

 

Die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland

 

Eine bemerkenswerte und sehr schöne Kirche in Bonn ist das Gotteshaus der Griechisch-Orthodoxen Pfarrgemeinde Agia-Trias (Hl. Dreieinigkeit) in Beuel-Süd. 1978 geweiht, wurde sie im Laufe von über zwanzig Jahren innen vollkommen ausgemalt. Das Ergebnis zeigt uns die geistliche Bedeutung der heiligen Bilder für die orthodoxe Kirche und ihre Gläubigen. In der Ikone kann das himmlische Urbild mitgeteilt und wahrgenommen werden; durch das Bild gibt es eine Teilnahme an der Wirklichkeit des Dargestellten.

Für den Gottesdienst sind die Ikonen in Kuppel, Apsis und an den Wänden der Kirche als himmlische Gemeinde anwesend. Denn in der Liturgie geschieht “das Hereinbrechen des Himmlischen in den irdischen Kosmos und zugleich das Aufsteigen des Irdischen zum Himmlischen” (Hl Johannes Chrysostomos). Nicht nur für die Frömmigkeit, sondern für das gesamte Leben der Christen ist daher das Wort des großen Kirchenvaters Athanasios ein Kernsatz orthodoxer Theologie: “Gott ward Mensch, damit der Mensch göttlich würde”. Dies Geschehen beginnt für den Menschen in der Hl. Taufe und setzt sich fort in der Eucharistie als eine gnadenhafte Selbstverwirklichung in der Gemeinschaft der Gläubigen mit Gott durch die Kindschaft in Christus. Auf diese Weise ist das Gotteshaus der Mittelpunkt des geistlichen Lebens einer jeden Gemeinde und der Gottesdienst die Quelle eines christlichen Glaubens und Tuns.

 

Die Agia-Trias-Kirche in Bonn ist zugleich Metropolitankathedrale, weil Bonn Sitz des griechisch-orthodoxen Metropoliten von Deutschland ist. Dieser ist das geistliche Oberhaupt der ca. 400.000 griechisch-orthodoxen Gläubigen in Deutschland. Drei Vikarbischöfe und 73 Geistliche in über 61 Gemeinden stehen ihm helfend zur Seite. Bereits in früheren Jahrhunderten gab es in einzelnen Städten griechisch-orthodoxe Kirchengemeinden, aber erst 1963 errichtete das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel diese Erzdiözese, die Griechisch-Orthodoxe Metropolie (= Erzbistum) von Deutschland. 1974 wurde sie als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt.

 

Eng verbunden mit den anderen orthodoxen Kirchen in Deutschland ist die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland in der “Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland”, einer werdenden orthodoxen Bischofskonferenz. In der Ökumene arbeitet die Metropolie auf allen Ebenen mit den anderen christlichen Kirchen hierzulande eng zusammen.

 

Erzpriester Sokratis Ntallis, Pfarrer und Direktor des Metropolitanbüros; Tel. 97378411 - direktor(at)orthodoxie.net

 

 

Die Anglikanische Kirche (The Anglican Chaplaincy of Bonn and Cologne)

 

Struktur: Wir sind Teil der Church of England sowie der weltweiten Anglikanischen Gemeinschaft, deren Oberhaupt der Erzbischof von Canterbury ist. Wir gehören zur Diözese Europa. Die hiesige Gemeinde erstreckt sich über 4000 qkm von Düsseldorf bis Koblenz und von Aachen bis Siegen.

 

Die Bonner Gemeinde (St Boniface/Hl Bonifatius) gibt es seit 1842, die Kölner Gemeinde (All Saints/Allerheiligen) seit 1850. Zusammen zählen sie ca. 100 ordentliche Mitglieder. Ein Pfarrer ("Chaplain") betreut die beiden Gemeinden. Die Gottesdienste finden in Bonn-Mehlem (Kapelle Steinbach, Rüdigerstraße) und in Köln-Marienburg (Garnisonskirche, Bonner Straße / Lindenallee) sonntags um 9.30 bzw. 11.45 Uhr in englischer Sprache statt. Die Gemeinde finanziert sich ausschließlich durch freiwillige Spenden.

 

Selbstverständnis: Zentrum des Gottesdienstes und des Gemeindelebens in beiden Kirchen ist die wöchentliche Feier der Eucharistie. Außerdem gibt es Kindergottesdienst, zwanglose Kaffeestunden nach dem Gottesdienst, Bibel- und Diskussionskreise, einen gut besuchten Basar (English books, English food und vieles mehr) und nicht zuletzt einen Weihnachtsmusikabend (Nine Lessons and Carols), der bei der Bonner und der Kölner Bevölkerung regen Zuspruch findet.

 

Wir sind vor allem für die Englischsprechenden da, aber nicht nur für Engländer! Jedermann, gleich welcher Konfession und Nation, ist bei uns willkommen. Wir suchen die ökumenische Zusammenarbeit mit anderen Kirchen in Deutschland. Die Church of England ist mit der Altkatholischen Kirche in full communion verbunden, mit der EKD durch das Meissener Abkommen, mit der Römisch-Katholischen und der Orthodoxen Kirche steht sie im Dialog.

 

Anglican Chaplaincy, Kaiser-Friedrich-Str 19, 53113 Bonn, Tel. 2690827

info(at)anglicanbonncologne.de ; www.anglicanbonncologne.de

 

 

Kirche im katholischen Verständnis

 

Gemeinsam mit Christen anderer Konfessionen verstehen Katholiken die Kirche von der Bibel her als Leib Christi. Sie denken dabei die Kirche ausgehend von der Eucharistiefeier, die in verdichteter Form das Evangelium von Kreuz und Auferstehung Jesu Christi vergegenwärtigt. In ihr haben wir in Wort und Sakrament Gemeinschaft (communio) mit Jesus Christus und sind durch ihn auch in Gemeinschaft untereinander verbunden. Jede Ortskirche ist daher im vollen Sinn Kirche, sofern sie in Gemeinschaft mit den anderen Ortskirchen steht. Ziel der Kirche ist es, durch die Verkündigung des Evangeliums alle Menschen in dieser Gemeinschaft mit Christus zu vereinen.

Nach katholischem Verständnis läßt sich die geistliche Seite der Kirche - die Bindung an Christus - von der Kirche als soziologisch beschreibbarer Größe zwar unterscheiden, aber nicht trennen (Das ist in der Ökumene häufig eine Quelle für Irritationen: So sprechen Katholiken z. B. von heiliger, aber nicht von sündiger Kirche, weil nicht das, was Christus eingerichtet hat, sündig sein kann. Das heißt aber nicht, daß wir uns für heiliger halten als andere Christen.). Die Verpflichtung zur Gemeinschaft drückt sich sichtbar im Bischofsamt aus. Damit nicht mehrere Gruppen an einem Ort gegeneinander Eucharistie feiern, müssen alle in Gemeinschaft mit dem Bischof stehen. Dieser hat sein Amt nur in weltweiter Gemeinschaft mit den anderen Bischöfen, insbesondere mit dem Bischof von Rom (damit sich nicht zwei gegeneinander gerichtete Bischofskollegien bilden), und in Rückbindung an die Bischöfe früherer Zeiten (apostolische Sukzession).

Die katholische Kirche stellt sich diese Communio seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gestuft vor: Unter voller communio versteht sie, dass alle Strukturelemente der Gemeinschaft verwirklicht sind. Daneben kennt sie jedoch auch wirkliche, nicht volle communio - zum Beispiel in anderen Konfessionen. Dies ist nur eine Aussage über die Vollständigkeit der sakramental-institutionellen Kirchengestalt, nicht über die geistliche Tiefe einer Kirche.

Diesen Strukturelementen entsprechen sichtbare Zugehörigkeitskriterien des einzelnen zur katholischen Kirche: Das Bekenntnis des Glaubens, die Sakramente und die Anerkennung der Leitung. Vor alle sichtbaren setzt das Konzil aber das geistliche, äußerlich nicht beweisbare Kriterium: den Heiligen Geist zu haben. Denn die institutionelle Gestalt der Kirche wird mit der Welt vergehen, nicht aber die Gemeinschaft mit Christus und untereinander.

 

Ursula Lantzerath; Tel. 224410; u.lantzerath(at)web.de

 

 

Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)

 

Die geschichtlichen Wurzeln der SELK liegen in der Weigerung lutherischer Pastoren, die 1817 vom preußischen König verordnete Union zwischen Reformierten und Lutheranern in Preußen zu vollziehen. Auch in anderen deutschen Ländern (z.B. Hessen, Hannover) bildeten sich selbständige lutherische Gemeinden, für die kennzeichnend die bewusste Übernahme der Verantwortung für Glaube und Kirche durch die Gemeinden und ihre Pfarrer war.

1972 erfolgte der Zusammenschluss lutherischer Freikirchen zur SELK: Evangelisch – weil das biblische Evangelium vom Heil aller Menschen durch Jesus Christus Fundament und Mitte der Kirche ist; Lutherisch – wegen der durch die Reformation erneuerten Bindung an die Bibel und die Lutherischen Bekenntnisschriften; Selbständig – da sie unabhängig vom Staat ist und sich ausschließlich durch freiwillige Beiträge, Spenden und Kollekten ihrer Mitglieder finanziert.

Geistige Mitte des Gemeindelebens ist der sonntägliche Gottesdienst, meist gefeiert mit der vollen Liturgie der “Lutherischen Messe”.

Die Bonner Gemeinde umfasst etwa 170 Personen, die zerstreut zwischen Brühl, Troisdorf, dem Westerwald, Bad Breisig und Rheinbach wohnen. Ihre sonntäglichen Gottesdienste feiert sie in der Holzkirche auf dem Brüser Berg, Fahrenheitstraße 7.

 

Pastor Dr. Albrecht Adam, Tel. 9189634; bonn(at)selk.de

 

 

Die Weltweite Kirche Gottes

 

Die Weltweite Kirche Gottes (WKG), gegründet im Jahre 1933 in den USA, ist eine christliche Freikirche, die das Evangelium Jesu Christi auf globaler Ebene verkündet. Die WKG hat derzeit ca. 860 örtliche Gemeinden und Missionsprojekte in ca. 90 Ländern der Erde. In Deutschland haben wir 7 örtliche Gemeinden.

Im Zentrum unseres Glaubens steht unser Herr und Erlöser Jesus Christus. Das Wort Gottes, die Bibel, ist Grundlage für unsere Lehre und Glaubenspraxis. Wir betonen Gnade und die lebensverändernde Kraft des Evangeliums.

Das Motto der WKG lautet: Die Gute Nachricht leben und weitergeben. Die Mission der Kirche ist es, das Evangelium Jesu Christi zu verbreiten und interessierten Menschen zu helfen, in der Nachfolge Christi zu leben. Wir betonen die Bedeutung von Jüngerschaft, d. h. die Notwendigkeit, von Jesus zu lernen und seinem Beispiel zu folgen, indem wir unser ganzes Leben unter seine Herrschaft stellen.

Gemäß dem biblischen Auftrag bemühen wir uns, Versöhnung zwischen christlichen Kirchen und Völkern zu fördern. Wir glauben an die geistliche Einheit aller Gläubigen in unserem Herrn Jesus Christus.

 

Anzahl der Mitglieder: ca. 15; Ältester/Gemeindeleiter: Reinhard Wiedermann; Hauskreis: Im WKG-Büro, Hohe Straße 87, 53119 Bonn-Tannenbusch; Gottesdienste in Bonn: sonntags um 11.00 Uhr, Gustav-Heinemann-Haus, Waldenburger Ring 44.

Tel. 66 89 10; Wkg53bonn(at)aol.com ; www.wcg.org/de

 

 

American Protestant Church (APC) Bonn

 

Auf Betreiben der Hohen Kommissare entstand 1952 in Plittersdorf die “amerikanische Siedlung” mit der “Stimson Memorial Chapel” für die evangelischen und katholischen Christen englischer Sprache. Die evangelische Gemeinde nutzt die mittlerweile im Besitz der Stadt Bonn befindliche Kirche noch immer. Die APC ist heute eine internationale Gemeinde mit Mitgliedern aus rund 25 Nationen, vornehmlich aus Amerika, Afrika und Deutschland. Naturgemäß kommen hier viele Glaubensrichtungen zusammen; religiöse, kulturelle und soziale Integration wird konkret erlebbar. Grundlage für die Arbeit von Pastor Steve Gaultney, der Jugendleiter David Pluister und Erin Pearsall, des 18-köpfigen Council und der Gemeinde ist die Heilige Schrift. Die Gemeinde finanziert sich durch Spenden.

 

Bei der hohen Fluktuation – viele internationale Gemeindemitglieder sind nur einige Jahre in Bonn - ist für die Menschen die kirchliche Heimat mit ihrer Geborgenheit besonders wichtig. Die Inhalte der Arbeit bewegen sich besonders um fünf Themenbereiche: Love one another - Invite others - God at the centre - Help one another - Teach and equip each other for life. Zusammengesetzt ergibt sich das Wort LIGHT, das Licht Christi soll ausstrahlen. “Wir wollen nicht nur auf uns selbst als Gemeinde blicken, sondern in und mit unserem Glauben den Menschen in Bonn und der Region mit ihren täglichen Problemen und Freuden begegnen”, erklärt Steve Gaultney. “Dabei geht es uns nicht nur um unsere Gemeinde. Wir möchten den Menschen zeigen, daß Kirche, Glauben und christliche Werte für sie gute Begleiter sein können – ob in der APC oder einer anderen Gemeinde.”

In der ACK hat die amerikanische Gemeinde Gaststatus.

 

Steven S. Gaultney; Tel. 374193; pastor(at)apcbonn.de ; www.apcbonn.de

 


(c) Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Bonn
2007-20
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