Von meinen Früchten könnt ihr leben

Das Motto des diesjährigen ökumenischen Tages der Schöpfung greift einen Satz aus dem Propheten Hosea auf (Hos 14,9), wo das künftige Heil für Israel mit zahlreichen Früchten, die aus Gottes Händen kommen, verglichen wird. Gott schenkt den Menschen ohne Vorbehalt die Vielfalt der Früchte dieser Erde. Er lässt den Menschen an seiner Fülle teilhaben, die schon jetzt auf die Vollendung der Schöpfung am Ende der Zeiten verweist. 

Die ACK will mit der Wahl dieses Mottos dazu anregen, am ökumenischen Tag der Schöpfung und in der Schöpfungszeit (1. September bis 4. Oktober) die Vielfalt der Schöpfung in den Blick zu nehmen. Die Artenvielfalt reduziert sich drastisch. Nicht nur einzelne besondere Arten stehen mittlerweile auf der Roten Liste der Naturschutzverbände, auch Bienen, Insekten und Vögel sowie zahlreiche Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. In den vergangenen 30 Jahren soll allein der Insektenbestand in Deutschland um knapp 80 Prozent gesunken sein, wie ein Projekt von Forschern aus Krefeld zeigte. Die Vielfalt der Arten ist Grundlage eines funktionierenden Öko-Systems.

Am ökumenischen Tag der Schöpfung sollen das Lob des Schöpfers und der Dank für die Vielfalt der Schöpfung angestimmt werden, denn „das Lob ist die primäre Bezeugung des Schöpfungsglaubens“ (Oswald Bayer). Gleichzeitig ruft die Bedrohung dieser Vielfalt, wie sie überall zu beobachten ist, die Menschen zur Umkehr wegen ihres Vergehens an der Schöpfung auf. Gottes Verantwor- tung für sein Volk, wie sie im Hoseabuch deutlich wird, nimmt ebenso die ganze Menschheit in Verantwortung für das Leben der Schöpfung. Nur in dieser Für- sorge wird die Bestimmung der Gotteben- bildlichkeit des Menschen (Gen 1,27)   im Gegenüber zur Welt voll verwirklicht. Die Feier des Schöpfungstages soll dazu ermutigen, konkrete Schritte zur Bewahrung der Artenvielfalt einzuüben bzw. bisher schon geleistetes Engagement fortzusetzen und zu verstärken. Die   ACK  möchte ein sichtbares Zeichen für   die Wahrnehmung der Probleme und den bewussten Einsatz für den Erhalt der Artenvielfalt setzen. 

 

Quelle: Gerd Albrecht / Ökumenische Centrale

Gottesdienst- und Materialheft zum ökumenischen Tag der Schöpfung

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