Ökumenische Begegnung im Rahmen des Bonn-Oxford link of Churches

Unsere Begegnung in diesem Jahr stand unter dem Thema „Kirche im Aufbruch. Mitarbeit am Reich Gottes“.

 

Zusammen mit 14 Gästen aus Oxford ging es am Freitag zunächst zum Columba-Museum in Köln, wo uns dank fachkundiger Führung neben der ungewöhnlichen Architektur des Hauses vor allem die interessante Konzeption der aktuellen Ausstellung 'Pas de deux' in weitem Spannungsbogen von römischer Zeit bis zur Moderne lebendig und anschaulich erschlossen wurde.

 

Nach gemütlicher Mittagsrast im Peters Brauhaus und dem Besuch von Groß-St. Martin blieb bei herrlichem Sonnenschein genügend Zeit zu individuellen Erkundungen.

 

Den Samstag widmeten wir in der angenehmen Atmosphäre des 'Hauses der Familie' in der Friesenstr./Bad Godesberg ganz der intensiven Auseinandersetzung und dem gedanklichen Austausch unseres diesjährigen Themas. Nach einer kleinen Andacht berichtete zunächst die Leiterin, Frau Uhrig, über die vielfältige Arbeit ihres Hauses, gefolgt vom Vortrag von Professor Clemens Albrecht vom Institut für politische Wissenschaft und Soziologie an der Universität Bonn. Er lud uns ein, von der konkreten kirchlichen Situation vor Ort „hinaus zu zoomen“, um so aus der Distanz heraus einen größeren Gesamtkontext von Religion und Moderne in den Blick zu nehmen. Nach Aufklärung und Säkularisation sieht Professor Albrecht unser westliches Selbstbild geprägt durch ein kompliziertes Verhältnis zwischen Einheit und Differenz, wobei sich die modernen Gesellschaften fragen müssen, ob das Bild von Differenzierung und Pluralisierung nicht selbst eine weltanschauliche Grundlage darstellt, die an die Stelle der religiösen Überzeugungen getreten ist.

 

Mit der Frage, inwieweit sich in der Dynamik dieser hochkomplexen vom Glauben an die Wissenschaft dominierten Prozessen die christlichen Kirchen als prägende Kraft noch behaupten können, wurde im Anschluss an diese eher abstrakten Gedankengänge wieder „zurückgezoomt“ in unsere ganz konkreten Erfahrungswelten in Oxford, Dunfermline (Schottland) und in Bonn. Sehr eindringlich wurden Beispiele vorgestellt, wo Kirche im Aufbruch neue Wege sucht und erprobt, um die christliche Botschaft in Zeiten der fortschreitenden Säkularisation, des zunehmenden Priestermangels, des schwindenden liturgischen Wissens und von Kommunikationsproblemen zwischen den Generationen mitten unter den Menschen lebendig und überzeugend zu gestalten.

 

In der abschließenden Bibelarbeit wurde all das gedanklich weitergeführt und mit Paulus auf die Frage fokussiert, welche Charismen und Geistesgaben in unseren Gemeinden heute vor allem nötig sind.

 

Der gemeinsame Gottesdienst am Sonntagmorgen im Evangelischen Gemeindezentrum Arche in Sechtem/Bornheim vertiefte das Erleben fester Verbundenheit im Geist Jesu.

 

Wie jedes Jahr bildete ein bunter 'bring and share' Abend den Abschluss unserer diesjährigen Begegnung. Für 2020 sind wir eingeladen, in Oxford wieder zusammen zu kommen und unsere Erfahrungen in der ökumenischen Arbeit am Reich Gottes miteinander zu teilen und weiter voran zu bringen.

 

Elisabeth Matthies

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