© Postermotiv, freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt von:  Verlag am Birnbach

Christus spricht: „Geht und verkündet. Das Himmelreich ist nahe!“ Matthäusevangelium 10,7 (E)

 

Von allen Torten meiner Frau esse ich am liebsten die „Himmlische Torte“: Ein raffiniertes Wunder aus knusprig-süßem Baiser (von franz. „Kuss“) außen und cremig zitrus-prickelnder Füllung innen - einfach himmlisch! Da rückt man gerne dicht an den Tisch.

 

Auch bei Jesus rückten die Menschen dicht an den Tisch, weil es himmlisch zuging: Streit schlichtete sich, Krankheiten heilten, Ängste verflogen. Diskriminierungen wandelten sich in Annahme. Freundschaften fürs Leben entstanden. Mitten im grauen Alltag sahen Menschen den Himmel offen.

 

Jesus vertröstete nicht auf morgen. Christusnachfolge heißt im Hier und Jetzt ein Segen zu sein, Verantwortung für die Welt zu übernehmen. So bauten die Christen Schulen, Apotheken, Krankenhäuser, Beratungszentren, Turnhallen und Kirchen, damit es den Menschen besser ging. Caritas und Diakonie gehören zu den größten Arbeitgebern der BRD. Entwicklungshilfe wie Brot für die Welt, Misereor oder Oikokredit geht es nicht um zinsträchtige Investitionen. Menschen sollen glücklich werden.

 

Aber all das ist nur ein Abglanz des Himmelreichs auf Erden. Das Licht selbst ist Christus und sein Heiliger Geist. Er will in jedem seiner Nachfolger*innen wohnen und sie von der Herrschaft des Bösen wegholen unter die Leitung Gottes bringen. Menschen, denen die Schuld vergeben und das Paradies geöffnet ist, wollen aus Dankbarkeit für die neue Lebensqualität diesen himmlischen Genuss in die Welt bringen: Ihre hingebungsvolle Liebe – wie in Bethel - ruft Außenseiter zur Teilhabe am Leben. Ihr befreites Handeln - wie bei den DDR-Montagsdemonstrationen - hilft Mauern öffnen. Ihre Versöhnung kann - wie bei Nelson Mandela - politische Wunder bewirken.

 

Auch wenn die Verbesserungen – selbst durch eigene Leute - immer wieder zerstört werden, wirken Christen hoffnungsfroh weiter. Nicht weil diese Welt einmal zum Paradies wird. Sondern weil das Himmelreich mit Christus diese Welt zutiefst berührte und das Leben immer wieder aufstrahlen lässt. Es ist uns so nah, wie ein beherztes „Ja!“ zu IHM, oder wie mein Biss in diese wirklich „Himmlische Torte“ die vor mir auf dem Tisch steht. Wer kann da warten?

 

Den DenkAnstoss für den Monat 

August 2019 schrieb

Kreuzkirchenpfarrer

Rüdiger Petrat

von der Evangelischen Kirche im Rheinland

 

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