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Matthäus 2, Vers 10: „Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.“

 

Hoch erfreut über diesen Neuzugang am Firmament waren die Sterndeuter aus dem Nahen Osten. Ihre Forschungen hatten ergeben, dass mit der Entstehung eines neuen Himmelskörpers ein neuer König der Juden geboren werden sollte. Hoch erfreut waren sie auch darüber, dass dieser neue Stern ihnen Wegweiser bis zum Kind in der Krippe war.

 

Wenig erfreut hingegen war der amtierende König der Juden in Jerusalem, Herodes, als ihm die ausländische Delegation den Grund für ihre Mission nannte. Er fürchtete um seinen Thron und zitierte umgehend sämtliche Hohenpriester und Schriftgelehrten des jüdischen Volkes zu sich, um herauszufinden, wo denn dieser neue König geboren werden sollte. Sie verwiesen auf Bethlehem in Judäa und auf die Worte des Propheten Micha: »Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll« (5.1).

 

Kaum verwunderlich, dass Herodes diesen Stern eher sinken sehen wollte, als seinen Thron ins Wanken geraten zu lassen. Hinterhältig täuschte er den weisen Männern vor, gleichfalls hocherfreut zu sein, um so auf dem Rückweg von ihnen zu hören, wo das Kind zu finden sei, damit auch er ihm huldigen könne (Mt 2:7).

 

Wirklich erfreut dürfen nun wir wiederum sein, dass Herodes sein Plan gründlich misslang, denn die Gelehrten hatten in einen Traum erfahren, dass es besser sei, Herodes auf dem Rückweg weiträumig zu meiden (Mt 2:12).

 

So dürfen wir bis heute deren Freude teilen, dass mit dem neuen Stern an unserem Himmelzelt Hoffnung eine ganz neue Bedeutung bekam und nicht aufgrund des tückischen Plans eines machtbesessenen Herrschers aus den Geschichtsbüchern verschwand. Wenn wir uns durch die Herausforderungen des Lebens an sich in der Vorweihnachtszeit die Freude nicht nehmen lassen, innezuhalten und es wagen, an einem klaren Abend zum Himmel aufzublicken, dürfen wir einen Hauch dieses magischen Momentes der „Weisen aus dem Morgenland“ mitnehmen.

 

Mit Rückblick auf ein weltpolitisch turbulentes Jahr, in dem Freudvolles wenig Raum fand, wünsche ich uns allen von Herzen, dass die Worte des Engels unseres Herrn uns wieder hoffnungsfroh werden lassen: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids“ (Lk2:10,11).

Den DenkAnstoss für den Monat Dezember 2018 schrieb

Dr. Andrea Baare von der American Protestant Church Bonn

 

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