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Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. (Jak 1,19)

 

Der Vers aus dem Jakobusbrief wandte sich gegen Ende des 1. Jahrhunderts nach Christus an Gemeinden in der Diaspora (Zerstreuung). Zu dieser Zeit hatten die jungen Gemeinden neben dem Alten Testament nur einzelne Texte wie z. B. ein Evangelium oder einen Paulusbrief. Was schließlich als ‚Neues Testament‘ für uns verbindlich geworden ist, bildete sich damals erst durch den Gebrauch in den Gemeinden heraus. Vor allem musste man auf die mündliche Überlieferung über Tod, Auferstehung, Vergebung der Sünde zurückgreifen. Daher war die Zuverlässigkeit der Zeugen wichtig. Leicht kam es da zum Streit über den richtigen Glauben und das richtige Handeln. Die Gemeinden mussten sich darauf verlassen, dass der Heilige Geist sie beim Gespräch über den rechten Glauben in die Wahrheit führt. Nur im Hören aufeinander war es damals möglich, dass Gemeinden sich nicht heillos in Rechthaberei über ihren Glauben zerstritten. Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören… das ist daher sowohl das Hören auf das Wort Gottes, als auch das Hören aufeinander.

 

Auch für den Umgang der Konfessionen und Kulturen miteinander ist das eine gute Regel: ‚Schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn‘: Häufig springen wir schnell auf bestimmte Reizwörter und Formulierungen an, die in unserem Verständnis mit einer falschen Lehre verbunden sind. Das führt leicht dazu, dass wir vorschnell über den andern urteilen, ohne tiefer auf das jeweils Gemeinte, den Kern, zu sehen. Dabei übersehen wir, dass im Zusammenhang einer anderen Konfession oder einer anderen Kultur etwas gemeint sein kann, das uns selbst auch wichtig ist. Einander wirklich zuhören, hilft uns, den anderen aus seinen Anliegen zu verstehen.

 

Jetzt sind gerade große Schulferien, eine gute Gelegenheit: lassen wir uns

 

Zeit, aufeinander zu hören.

Den DenkAnstoss für den Monat Juli 2019 schrieb

Ursula Lantzerath von der

Römisch-katholischen Kirche

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