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Dieser Vers aus dem Buch des Propheten Hesekiel (Ezechiel), der im 6. Jahrh. v. Chr. lebte, schlägt eine Brücke bis in unsere Zeit und sogar noch darüber hinaus, denn am Ende der Bibel verwendet der Seher Johannes in seiner „Offenbarung“ noch einmal dieselben Worte (Offb 21,2).
Die endgültige Gemeinschaft mit Gott in einer neuen Welt, in der es kein Leid und keinen Tod mehr geben wird, steht noch aus, aber sie wird uns mit großer Entschiedenheit verheißen.

 

Hesekiel erhielt Gottes Zusage in einer der dunkelsten Perioden seines Volkes in der Zeit der „Babylonischen Gefangenschaft“. 
587 v. Chr. wurde der Tempel in Jerusalem von den Babyloniern geplündert und zerstört. Einige Jahrzehnte später sind die Perser an der Macht, und ihr König Darius erlaubt den Israeliten einen Neuanfang in ihrer alten Heimat. Dazu gehört nach Gottes Willen auch der Wiederaufbau des Tempels. Hier geht es um sehr viel mehr als um ein Gebäude. Der erste Tempel, den Salomo vor mehr als 350 Jahren erbauen ließ, war ein Ort der unmittelbaren Begegnung mit Gott, und das soll er wieder werden. Es ist ein Zeichen, dass Gott seinem Volk die Hand zur Versöhnung reichen will.
Hesekiel erlebt in einer Vision geradezu dramatisch, wie Gott mit seiner Gegenwart von diesem neuen Tempel Besitz ergreifen will (Hes 43).
Dieser zweite Tempel erreichte jedoch nie die Bedeutung, die Gottes Willen entsprach. Herodes d. Gr. ersetzte ihn durch einen großartigen Neubau. Aber Jesus sagte bereits voraus, dass auch von diesem Tempel kein Stein auf dem anderen bleiben würde. 70 n. Chr. wurde er von den Römern endgültig zerstört.

 

Sah man im Alten Testament den Tempel in Jerusalem im Vergleich zu anderen Tempeln als direkten Wohnsitz Gottes an, so hat sich seine Bedeutung für uns mit dem Kommen Jesu in unsere Welt grundlegend geändert. Wo Jesus Christus ist, da ist Gott gegenwärtig. Wo 2 oder 3 in seinem Namen versammelt sind, da ist er mitten unter ihnen.

 

Dieser Übergang war allerdings nicht reibungslos. Im Prolog des Johannes-Evangeliums heißt es:
„Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Denen aber, die ihn aufnahmen,
gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.“

 

Jetzt sind wir angesprochen: hier und heute. In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen steht das Bekenntnis zu Jesus Christus im Mittelpunkt. Er begegnet uns in den Menschen, die er uns in den Weg stellt und erwartet, dass wir an Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, nicht achtlos vorüber gehen.
Wenn ich das Foto ansehe, das unserem Monatsspruch zugeordnet wurde, so frage ich mich: Ist Gott mitten zwischen den Menschen, die hier unterwegs sind? Komme ich da auch vor?

 

Wie hilflos stehen wir oft den vielen Nöten und Problemen in unserer Welt gegenüber!
Doch Jesus Christus spricht: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“.

Damit schließt sich der Kreis zu unserem Monatsspruch. Schon heute ist Gott in Jesus Christus unser stiller Begleiter bis wir einmal endgültig mit ihm vereint sein werden.

Den DenkAnstoss für den Monat November schrieb Gisela Thimm von der Evangelisch-methodistischen Kirche Bonn

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