© Postkartenmotiv, freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt von:  Verlag am Birnbach

„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“

(Mt 16,26, Lutherübersetzung)

 

Was bedeutet dieser Monatsspruch für uns persönlich?

 

Für mich ist das Streben nach Macht und Reichtum zunächst einmal keine Quelle der Versuchung, und es gibt ja genug negative Beispiele für Politiker, die die Welt beherrschen wollen.

 

Aber nicht nur ihnen gilt dieses Wort Jesu. 

       

Wenn wir auf den Textzusammenhang sehen, so stellen wir fest, dass Jesus selbst in seiner Position als der verheißene Messias betroffen ist. Gerade hat er seine Jünger zum ersten Mal auf seinen Tod am Kreuz vorbereitet. Der Weg, der vor ihm liegt, sprengt alle Erwartungen, die das Volk Israel an einen Messias stellt. Er muss seine Jünger und viele Menschen an seiner Seite enttäuschen, denn seine einzigartige Sendung wird ihn nach Gottes Heilsplan in die tiefste Erniedrigung führen.

Dass er wahrscheinlich auch lieber einen anderen Weg gegangen wäre, zeigt seine schroffe Reaktion, als Petrus ihn von diesem Weg abbringen will. Da ist der Versucher noch einmal ganz nahe, der Jesus zu Beginn seines Wirkens auf einen hohen Berg führte und ihn dazu verführen wollte, an seiner Seite die Welt zu erobern. Gutes an der Seite des Bösen zu erreichen, hat schon viele Menschen mit durchaus gutem Willen in Versuchung geführt und viel Schaden angerichtet.

 

Jesus bleibt von Anfang an seiner Berufung treu. Nichts kann ihn trennen von Gottes Willen, und auf diesen Weg will er auch seine Jünger mitnehmen.       

   

Auch für uns ist entscheidend, dass Gott und sein Wille Grund und  Maßstab für unser Handeln sind.

Wir können uns an Jesus orientieren. Aber ist das nicht zu viel verlangt?      

Ich glaube, dass Jesus nicht mehr und nicht weniger von uns erwartet, als dass wir unsere täglichen Aufgaben in Liebe und Treue erfüllen – ohne Überheblichkeit und ohne mehr zu wollen, als uns von Gott gegeben ist.     

 

Und wenn Gott uns besonders anspruchsvolle Aufgaben zugedacht hat? Dann haben wir kein Recht, uns zu verweigern, sondern sie im Vertrauen auf seine Führung nach bestem Wissen und Gewissen auszufüllen.  

 

Wir können uns dankbar über Erfolge freuen, dürfen aber auch Schwierigkeiten nicht aus dem Weg gehen. Jesus macht uns keine falschen Versprechungen. Unser Leben führt durch Höhen und Tiefen. Aber wir werden nie tiefer fallen als in Gottes Hand.   

Den DenkAnstoss für den Monat September schrieb Gisela Thimm von der Evangelisch-methodistischen Kirche Bonn

Zurück zu den Monatssprüchen
Zurück zu den Monatssprüchen

Kontakt

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Bonn

(ACK Bonn)

c/o Pfarrer Thomas Schüppen

Schaumburg-Lippe-Str. 2

53113 Bonn

Email: info@ack-bonn.de

Telefon: 0175 / 23 49 003

Email an den Webmaster: webmaster@ack-bonn.de

Vorstand

Pfarrer Thomas Schüppen, Vorsitzender (alt-katholisch)

Ursula Lantzerath (röm.-katholisch)

Pfarrer Rüdiger Petrat (evangelisch)

Gisela Thimm (ev.-methodistisch)

Termin für den Kalender übermitteln: Klick hier