Startseite - Galerie - Kontakt

 

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen
(ACK) In Bonn

 

AKTUELLES SATZUNG MITGLIEDER TEXTE LINKS


  Termine

- 16.-20. Mai 2012:

   98. Deutscher Katholikentag,

   Mannheim

 

- 25. Mai 2012:

   5. BonnerKirchenNacht

 

- 25. August 2012, 12 Uhr:

   Ökumenischer Gedenkgottesdienst

   Ort: Namen-Jesu-Kirche

   Bonn-Zentrum
 

- 30. August 2012:

   Vollversammlung der ACK Bonn

   Ort: Adventistengemeinde Bonn

   Bonn-Zentrum
 

- 7. September 2012:

   Ökumenischer Schöpfungs-      

   gottesdienst

   Ort:

   Bonn
 

- 10. November 2012, 12 Uhr:

   Ökumenischer Gedenkgottesdienst

   Ort: Namen-Jesu-Kirche

   Bonn-Zentrum
 

- 15. November 2012:

   Vollversammlung der ACK Bonn

   Ort: Stiftskirche

   Bonn-Zentrum
 

 

 

  www.BonnerKirchenNacht.de

 

KIRCHE BEGEISTERT

Eine Pfingstbotschaft der ACK Bonn

 

Zu Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche. Am Vorabend dieses Festes findet am 25. Mai 2012 die 5. BonnerKirchenNacht statt.

Aus diesem Anlass möchten wir als Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Bonn, in der die Kirchen unserer Stadt zusammenarbeiten, deutlich machen, was uns wichtig ist:

An diesem Fest erinnern wir uns daran, dass die Freunde Jesu für die Ausbreitung seiner frohen Botschaft „be-GEIST-ert“ wurden.

Pfingsten liefert eine ungeahnte Energiequelle:

Durch den Geist Gottes überwinden Menschen seitdem Verzagtheit, Vorurteile, Selbstzweifel und Resignation. Gott selbst öffnet sich zur ganzen Welt und befähigt uns, Jesus Christus zu verstehen und mutig in seinem Geist neue Wege zu gehen. Dadurch können wir Barrieren der Sprache, der Kultur und der Religion überwinden.

Als Ausdruck dieser Öffnung Gottes sehen wir auch die weltweite Zusammenarbeit aller Kirchen.

Als Ausdruck dieser Öffnung Gottes zur Welt hin sehen wir das Zweite Vatikanische Konzil, das vor 50 Jahren eröffnet wurde.

Als Ausdruck dieser Öffnung Gottes verstehen wir unser Miteinander  in der ACK Bonn.

Als Ausdruck dieser Öffnung Gottes stehen die Türen der Bonner Kirchen in der Nacht des 25. Mai 2012 für alle offen.

Die geöffneten Kirchentüren sind für uns ein Symbol für den Geist Gottes, der alle einlädt und niemanden ausgrenzt.

Gesegnete Pfingsten!

 

* * * 

 

Die Zukunft liegt in der Vielfalt der Strukturen

Der Religionssoziologe Paul M. J. Zulehner

beim Ökumenischen Pfarrkonvent der ACK Bonn

 

Von K. Rüdiger Durth

“Die Zukunft liegt in der Vielfalt der Strukturen.“ Davon ist der emeritierte Wiener Theologieprofessor Paul M.J. Zulehner (72) überzeugt, der für die zunehmende Zersplitterung des Religiösen in unserer Gesellschaft den Begriff von der „Verbuntung“ geprägt hat. Zulehner, der zu den bedeutendsten europäischen Religionssoziologen zählt, setzte sich auf Einladung [des Ökumenischen Pfarrkonventes] der Bonner Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) mit der Frage auseinander, wie die weltanschauliche Verbuntung die Mission der Kirchen herausfordert. Vorausgesetzt, die Vielfalt weist auf Jesus Christus hin. Dies wiederum erfordert von den Kirchen, selbstbewusster als bislang ihr Angebot für den Menschen herauszustellen. Schließlich ist aus seiner Sicht nur der wirklich Christ, wenn er das auch weitergibt, was ihn zum Christen macht.
Für Zulehner gilt Heiner Geißlers Feststellung, dass „jeder intelligente Katholik in seinem Herzen auch Protestant ist.“ Nicht nur, weil die beiden großen Volkskirchen etwas von der  [die] Bindungskraft der Baptisten lernen können („Die haben Power“) oder weil die Freikirchen „noch keine Anzeichen von spiritueller Erschöpfung haben“, sondern weil „wir lernen müssen, die Vielfalt zu schätzen“. Wer einen Blick für die Vielfalt christlichen Lebens habe, der werde auch wieder ganz neu den Reichtum der Kirchen entdecken und ihn für die Mission nutzen. Und dieser Reichtum besteht für die Kirchen nicht zuletzt in ihren Rituale, “die das stabilste sind, das die Kirche hat.“
Kirche, Glaube, Religion sind heute für den Menschen nicht mehr selbstverständlich. Religion, sagt Zulehner, ist für die meisten Menschen „Erleben, nicht Denken.“ Sie suchen sich religiös das zusammen, was sie für ihr Leben brauchen: „Wir haben es mit modernen religiösen Pilgern“ zu tun. Und diese Pilger suchen Antworten für ihr angstbesetztes Leben. Vor allem ist es die Angst, „zu kurz zu kommen“. Doch was bieten die beiden Volkskirchen aus der Sicht Zulehners? Sie verwenden die meiste Kraft darauf, die zu bekehren, die schon bekehrt sind. Anders ausgedrückt: Die kleiner werdende Kerngemeinde erfordert die meiste Kraft der Kirchen.

Viel zu wenig wird nach Zulehner ernsthaft danach gefragt, warum so viele Menschen den großen Kirchen ihren Rücken kehren. Und es wird übersehen, wie viele Kirchenmitglieder nur noch „stand by“ sind („Bei den Protestanten mehr als bei den Katholiken“). Allerdings ist das für den Wiener Religionssoziologen auch kein Wunder angesichts der Tatsache, dass gern über die Kirche gejammert werde, aber immer weniger sagten, was an seiner Kirche attraktiv sei und an dem man unbedingt teilnehmen müsse.

Nach Zulehner wissen die Menschen sehr wohl, was gut sei („Die Menschen sind nicht so schlecht, wie wir Katholiken sie gern hätten“), „aber sie schaffen es nicht.“ Das führt zur Sehnsucht der Menschen nach Heilung und Gemeinschaft. Letztere wird vielen Menschen in den Kirchen zu wenig geboten, weil sie ihnen zu anonym geworden ist. „Christlichkeit geht nur vernetzt“, sagt Zulehner, und weist darauf hin, dass der Glaube desjenigen „verdunstet“, der außerhalb der Kirche steht.
Zuviel haben die Kirchen von der Erbschuld geredet, zuwenig vom Erbheil. Um das zu ändern, müssen die Kirchen wieder „enthüllen, was Gott in und für alle Menschen tut“. Es geht um die Liebe. Zulehner kann deshalb auch sagen: „Die Kirchen müssen enthüllen, dass wir Menschen zur Liebe geschaffen sind, weil Gott der Liebende ist.“  Indem wieder die Liebe enthüllt wird, wird Heilung sichtbar und Jesus, der Heiland als Heil-Land begreifbar. Zulehner: „Wir trauen Gott zu, dass alle zu Liebenden werden.“ Für ihn ist deshalb das Jesus-Wort aus der Bergpredigt vom Licht und Salz ein zentrales Wort: Das Licht enthüllt und das Salz heilt.
Konkret: In der „Enthüllung“ zeigen die Christen, was durch Gottes Geist alles möglich ist und auf was hin sich alles entfaltet. In der Nachfolge des Heilandes wird das Heil-Land sichtbar und die Angst, die das Lieben verhindert, verliert sich. Dieses Ziel wird durch eine Vielfalt der Strukturen erreicht, der sich die Christenheit nicht verschließen soll – weil in ihnen die Zukunft liegt.

 

* * * 

 

Keiner wird vergessen

erster Gedenkgottesdienst für Unbedachte im Jahr 2012

 

„Herrn L. habe ich gekannt, wir kommen aus demselben Ort, wir sind zusammen in die Schule gegangen.“ Das war die Reaktion eines Besuchers nach dem ersten Gedenkgottesdienst für Unbedachte im Jahr 2012.  Wieder hatte die ACK Bonn für einen Samstag im März eingeladen, zum ersten Mal in die wunderbar renovierte Namen-Jesu-Kirche der Altkatholischen Kirche. Etwa 80 Menschen nahmen am Gottesdienst teil. Damit zeigte sich, dass dies Angebot in der Innenstadt erfreuliche Resonanz findet. Neben Gebeten, Liedern und Predigt bildet die Totenehrung einen besonderen Akzent des Gottesdienstes. Die Namen der Menschen, die auf Veranlassung der Stadt Bonn beerdigt wurden, werden verlesen und jeweils eine Kerze für sie entzündet. Diesmal waren es 30 Menschen. Für einen großen Teil dieser Verstorbenen hat es keine Trauerfeier gegeben.

Ein Umstand, der die ACK zu diesem Gedenken veranlasst. „Es geht kein Mensch über die Erde, den Gott nicht liebt,“ ist Pfarrer Ernst Jochum als ACK-Vorsitzender überzeugt, „das gilt auch für die Menschen am Rande unserer Gesellschaft.“ Er und das Team, das die Feier vorbereitet und gestaltet hat, zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch. Sicher ist dies auch der Innenstadtlage der Kirche zu verdanken, und auch die Mittagszeit (12 Uhr) an einem Samstag zeigte sich als günstig. „Dieser Gottesdienst macht Mut für die weiteren in diesem Jahr,“ meinte Jochum. Sie sind geplant für den 25. August und 10. November, jeweils um 12 Uhr in der Namen-Jesu-Kirche, Bonngasse.

 

* * * 

 

Gottesdienst in Magentafarbe

Ökumenische Vesper  der ACK

 

Ein besonderes Erlebnis erwartete die Besucherinnen und Besucher der jährlichen Ökumenischen Vesper der ACK Bonn im Januar. Ungewöhnlich war der Ort: der Telekom Dome, das Heimatstadion  der Telekom Baskets Bonn.  Sehr kooperativ  wurde uns die VIP-Lounge zur Verfügung gestellt. Dort versammelten sich am Sonntag, 15.1., etwas 130 Christinnen und Christen, um aus Anlass  der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen Gottesdienst zu feiern.  Der Raum war in magentafarbenes Licht getaucht. An den Wänden hingen moderne Bilder von Situationen aus dem Basketball - Sport.  An Kirche und Gottesdienst erinnerten das Kreuz auf dem Altartisch, der Posaunenchor und der Gospelchor, die das Singen begleiteten und zum Mitsingen animierten.

Dieser symbolische Ort wurde bewusst ausgewählt. Von den polnischen Christen war als Thema „Sieg und Niederlage“ vorgeschlagen worden;  ein Lebensbereich, an dem das konkret und symbolisch erfahren wird, ist der Sport. Als Prediger war Pfarrer Karl-Heinz Iffland aus Köln gekommen, der als Sport-Beauftragter der evangelischen Landeskirchen NRW das Thema mit einem biblischen Text verband. Wie z.B. beim Fußball der Erfolg einer Mannschaft davon abhängt, dass sich nicht einzelne Stars  produzieren, sondern auch abgeben können, so brauchen in der “Mannschaft“  der Kirche Jesu Christi nicht einzelne alles zu machen, sondern sie können „abgeben“ und sich bei der Weitergabe des Evangeliums in Wort und Tat ergänzen.

Leider können immer noch nicht alle Christen miteinander Eucharistie/Abendmahl feiern. Aber wie schon beim Ökumenischen Kirchentag in München half uns auch diesmal unsere orthodoxe Schwesterkirche mit einem  sehr eindrücklichen Symbol. Nach orthodoxem Brauch wurde ein Brot hereingetragen und auf den Altar gelegt. Wie in der orthodoxen Liturgie das gesegnete Brot, das in der Feier nicht verzehrt wird, nach dem Gottesdienst von den Gläubigen gegessen wird, so wurde auch das Altar-Brot nach der Vesper gegessen. Lebhafte Gespräche danach schlossen diese rundum gelungene ökumenische Vesper ab.

 

 

 

 

* * * 

 

 

NEUER VORSTAND GEWÄHLT

(v.l.n.r.): Pfarrer Ernst F. Jochum (Evangelische Kirche), Pfarrerin Henriette Crüwell (Alt-Katholische Kirche), Dipl.-Theol. Ursula Lantzerath (Römisch-Katholische Kirche), Dr. Konstantinos Vliagkoftis (Griechisch-Orthodoxe Kirche).

 

* * *

 

Klicken Sie auf dem Bild,

um die Zeitschrift zu lesen

 

 

(c) Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Bonn
2007-2012